Der Fachverlag

Neuerscheinungen

Ausgewählte betriebsverfassungsrechtliche Aspekte der Arbeitskräfteüberlassung

Die Betriebsverfassung geht vom klassischen, zweipersonalen Arbeitsverhältnis aus, bei dem die Arbeitskraft nur zu einem Betrieb in Beziehung steht, weshalb in Bezug auf die Arbeitskräfteüberlassung die betriebsverfassungsrechtlichen Mitwirkungs- und Regulierungsinstrumente, nicht so – wie man es gewohnt war und ist – wirken. Bestimmte, ausgewählte betriebsverfassungsrechtliche Aspekte der Arbeitskräfteüberlassung beschäftigen daher Rechtsprechung und Schrifttum schon lange.

Dieses Werk behandelt insbesondere folgende Rechtsfragen zum Thema überlassene Arbeitskräfte und Betriebsverfassung:

  • Betriebszugehörigkeit überlassener Arbeitskräfte
  • Berücksichtigung bei Schwellenwerten, Wahlrecht zum Betriebsrat
  • Anwendbarkeit des betriebsverfassungsrechtlichen Versetzungsschutzes
  • Überlassene als Betriebsratsmitglieder im Beschäftigerbetrieb
  • Betriebsratsumlagepflicht überlassener Arbeitskräfte
  • Gleichbehandlung beim Entgelt, der Arbeitszeit und dem Urlaub („sonstige verbindliche Bestimmungen allgemeiner Art“)
  • Anspruch auf gleichberechtigten Zugang zu Wohlfahrtseinrichtungen und -maßnahmen

Einsatz und Wirkung aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen

Zu gesundheitlichen Problemlagen der Erwerbsbevölkerung und der Wirksamkeit arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für Arbeitslose mit gesundheitlicher Belastung fehlte es in Österreich bisher an fundierter empirischer Evidenz. Die vorliegende Studie leistet einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke. Mittels Verknüpfung erwerbsbezogener Daten der Sozialversicherung und des AMS mit gesundheitsbezogenen Daten der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse werden quantitative Bedeutung und Art arbeitsmarktrelevanter gesundheitlicher Einschränkungen unter den Erwerbspersonen sowie Einsatz und Wirkung aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen untersucht.

Arbeitsuchende sind viel häufiger von gesundheitlichen Belastungen betroffen als unselbstständig Beschäftigte, insbesondere von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen. Alle evaluierten Maßnahmen steigern die Erwerbsbeteiligung der teilnehmenden gesundheitlich belasteten Arbeitslosen. Darüber hinaus lässt sich für eine Reihe von Maßnahmen eine positive Wirkung auf die Integration in ungeförderte unselbstständige Beschäftigung nachweisen, wenn auch teilweise mit großer zeitlicher Verzögerung. Personen mit einer psychischen Erkrankung profitieren stark von geförderter Beschäftigung auf dem 2. Arbeitsmarkt.

Gewerkschaften ohne Grenzen

Die Instrumente der European Action Days im Länder- und Zeitvergleich Julia Hofmann

Seit Ausbruch der Krise wird wieder erhöhter Druck auf die Beschäftigten in Europa ausgeübt: Kollektivverträge sollen weiter dezentralisiert, sichere Jobs abgebaut und das Sozialsystem ausgehöhlt werden. Während die Lage im Zentrum Europas noch einigermaßen stabil erscheint, geraten die Beschäftigten in der Peripherie zunehmend unter die Räder. Was machen die Gewerkschaften in Europa, um diesem Trend entgegenzuwirken? Leisten sie genügend Widerstand und fordern sie transnationale Solidarität ein?

Am Beispiel der Geschichte der European Action Days untersucht die Autorin Bedingungen und Barrieren des grenzüberschreitenden Widerstandes in der EU und analysiert erfolgreiche wie weniger erfolgreiche Phasen gewerkschaftlichen Widerstandes. GewerkschafterInnen aus Spanien, Österreich, Finnland und Bulgarien berichten über ihre Perspektiven auf europäische Gewerkschaftsarbeit und über die Chancen und Grenzen transnationalen gewerkschaftlichen Handelns.

Atypische Beschäftigungsformen

Seit vielen Jahren ist die Arbeits- und Sozialrechtspraxis mit atypischen Beschäftigungsformen konfrontiert. Gesetzgeber und Judikatur reagieren entsprechend auf diese unterschiedlichsten Phänomene; die sich stellenden Abgrenzungsfragen sind schwierig zu lösen. Dem vorliegenden Band ist eine Feldstudie von praktischen Problemen atypischer Beschäftigungsformen vorangestellt (Peter Wenig), die folgenden Beiträge von Marta Glowacka und Thomas Pfalz widmen sich der arbeits- und sozialrechtlichen Einordnung atypischer Beschäftigungsformen. Der abschließende Beitrag von Christoph Kietaibl untersucht die Rechtsfolgen einer Fehlqualifikation.

Der Betriebsrat in Aktion

Vom Lernen ins Tun - der SOZAK Praxisfall

Hrsg.: Brigitte Daumen et al.

In der Hoitzhittn GmbH im Waldviertel brennt der Hut. Gerade mal ein halbes Jahr ist der Betriebsrat in seiner Funktion, schon erfährt er, dass Teile der Produktion geschlossen und Arbeitsplätze nach Tschechien und in die Crowd verlagert werden sollen. Gleichzeitig stehen Entlassungen im Raum und die Beschäftigten haben allerhand Fragen zu Mutterschutz, Mobbing, Versetzung, Gehaltseinstufung, Invaliditätspension etc.

Dieses Buch fasst praktisch und unterhaltsam den einwöchigen Praxisfall an der Sozialakademie
zusammen. Im Mittelpunkt steht die fiktive Geschichte des Betriebsrats der Hoitzhittn GmbH, gespielt durch die TeilnehmerInnen der Sozialakademie. BetriebsrätInnen finden in diesem Werk Strategien, Entscheidungshilfen und handwerkliche Tipps, welche sie in ihrer Professionalität im Umgang mit Medien, mit der Geschäftsführung und den Beschäftigten unterstützen.

Handels-KV 2017

Günther Löschnigg/Matthias Löschnigg
4. aktualisierte Auflage, 30.07.2017

Der Kollektivvertrag für die Angestellten im Handel erfasst über 600.000 ArbeitnehmerInnen in ca. 75.000 Betrieben. Er hat eine zentrale Ordnungsfunktion im Handel in ganz Österreich und stellt einen verantwortungsvollen sozialpolitischen Kompromiss für diesen wichtigen Sektor der österreichischen Wirtschaft dar. Der Praxiskommentar enthält die umfangreiche Rechtsprechung und verweist gezielt auf weiterführende Literatur zu den verschiedenen Einzelproblemen.

Kinderbetreuungsgeldgesetz und Familienzeitbonusgesetz

Dritte neu bearbeitete Auflage

Karin Burger-Ehrnhofer

Mit der jüngsten Novellierung des KBGG ist es zu tiefgreifenden Veränderungen beim Bezug des KBGG gekommen. Die bisherigen vier Pauschalvarianten wurden in ein Kinderbetreuungsgeldkonto übergeführt, auf dem für alle Eltern derselbe Betrag zur Verfügung steht. Der Bezug des Mehrlingszuschlages bei Mehrlingsgeburten sowie der Bezug des neu eingeführten Partnerschaftsbonus führen zu einer Erhöhung des grundsätzlichen Höchstbetrages. Neben den Änderungen im KBGG tritt per 1. März 2017 auch ein neues Familienzeitbonusgesetz in Kraft, welches das "Papamonat" mit Leben erfüllt. So können Väter künftig innerhalb von 91 Tagen nach der Geburt ihres Kindes ihre Erwerbstätigkeit für einen Zeitraum von 28 bis 31 Tagen unterbrechen und während dieses Zeitraumes den Familienzeitbonus beziehen. Mit dem vorliegenden Kommentar wird die ab 1. März 2017 geltende Gesetzeslage rund um KBGG und FamZeitbG sowie die einschlägige Literatur und Judikatur zum KBGG auf dem aktuellen Stand präsentiert.

Wohlstand der Zukunft

Investitionen für eine sozial-ökologische Wende

Hrsg.: Bundesarbeiterkammer und Österreichischer Gewerkschaftsbund

Die (wirtschafts-)politischen Herausforderungen unserer Zeit sind komplex: hohe Arbeitslosigkeit, ungleich verteilte Vermögen und Chancen, gesellschaftliche Diversität und Klimaziele, die unsere auf Ausbeutung fossiler Energieträger beruhende Lebensweise infrage stellen. Wie kann eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik aussehen, die diesen Anforderungen gerecht wird?

Das strategische Ziel ist klar: der Umbau in Richtung einer sozial gerechten und ökologisch zukunftsfähigen Gesellschaft. Eine zentrale Antwort ist die koordinierte Ausweitung öffentlicher Investitionen, die sowohl zur Zukunftsfähigkeit der österreichischen Daseinsvorsorge beitragen als auch den Arbeitsmarkt entlasten kann. Dazu gehören aber auch Elemente wie die Entwicklung alternativer Wohlstandskonzepte jenseits des Bruttoinlandsprodukts, die Verkürzung der Arbeitszeit und der Umbau der staatlichen Finanzierungsbasis.

Die Deutsche Arbeitsfront in Kärnten 1938-1945

Zur Arbeiterkammer Kärnten zwischen ihrer Liquidierung und Wiedererrichtung

Autoren: Daniel Weidlitsch
Hrsg.: AK Kärnten

Die wechselvolle Geschichte der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Kärnten, wie sie anhand der politischen und gesellschaftlichen Zäsuren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich wird, prägt das Selbstverständnis der Institution bis heute. Berührten bisherige Forschungen zur Geschichte der AK Kärnten das dunkle Kapitel Nationalsozialismus nur am Rande, so versucht die vorliegende Publikation diese Periode im Kontext der Deutschen Arbeitsfront (DAF) zu fassen. Nach der Zerschlagung der Arbeitnehmervertretung im Deutschen Reich entstanden, trat jene Massenorganisation des Dritten Reiches 1938 nicht nur an die Stelle der AK Kärnten, sondern übernahm auch deren Strukturen. Ausgehend von der Entwicklung der Arbeitsfront und ihrer Aktivitäten ab 1933 beschäftigt sich die vorliegende Darstellung daher mit der DAF in Kärnten. Dabei wird unter anderem erkennbar, dass sich das AK-Gebäude, das von den Nationalsozialisten so bezeichnete "Haus der Arbeit", als Zentrum der DAF in Kärnten etablierte und der Einfluss ihrer Funktionsträger auch auf regionaler Ebene mit den wirtschaftlichen und sozialpolitischen Zielsetzungen des NS-Systems korrelierte. Dazu zählte etwa die Aufrechterhaltung der Arbeitsdisziplin in den Betrieben ebenso wie der Versuch,die Arbeiterschaft in das Konzept der NS-Volksgemeinschaft zu integrieren. Letzteres sollte vor allem durch das Angebot von "Kraft durch Freude" erreicht werden.

Auf der Suche nach Industrie-4.0-Pionieren

Die vierte industrielle Revolution im Werden

Christoph E- Mandl

Welche Realität steckt hinter Begriffen wie Industrie 4.0, vierte industrielle Revolution, Smart Manufacturing, Factories of the Future? Inwiefern verändern Digitalisierung, Hochautomatisierung, Robotik, Vernetzung und 3D-Druck die Arbeitsbedingungen, die Wettbewerbsfähigkeit aber auch die Kunden-Lieferanten-Beziehungen? Christoph Mandl spricht mit MitarbeiterInnen, die mit Robotern zusammenarbeiten, begleitet WerksleiterInnen durch Losgröße-1-Fertigung und begibt sich auf die Suche nach Pionierunternehmen modernster Produktion. Er zeigt, wie Digitalisierung und Automatisierung die Arbeitsbedingungen und Lebensumstände verändern und macht uns zu ZeugInnen, wie Vernetzung und Globalisierung Hand in Hand gehen.

ArbeitnehmerInnenschutzgesetz

Der Standardkommentar für die betriebliche Praxis | Buch + e-book + Online-Datenbank

Die 7. Auflage des bewährten Kommentars zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz berücksichtigt die gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre. Neben einer Einführung in den ArbeitnehmerInnenschutz beinhaltet das Werk wie bisher die Kommentierung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes inkl. erläuternder Bemerkungen aus der Regierungsvorlage. Der Anhang beinhaltet unter anderem die SVP-Verordnung, die Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente-Verordnung, relevante Auszüge aus dem ArbVG und dem AVRAG, eine aktuelle Übersicht aller Durchführungsverordnungen zum ASchG sowie eine Auswahl der wichtigsten Erlässe zum ASchG.

Mehr Infos auf www.arbeitnehmerinnenschutzgesetz.at

Berufsausbildungsgesetz

Die Ausbildung von Lehrlingen in gesetzlich geregelten Lehrverhältnissen ist ein wesentlicher Bestandteil des beruflichen Bildungswesens in Österreich. Sie erfolgt im dualen Berufsausbildungssystem (Ausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule). Wichtig für das BAG sind daher auch die Querverbindungen zu anderen Rechtsgebieten wie Gewerberecht, Arbeitsrecht, Schulrecht, auf die in diesem Kommentar ebenfalls eingegangen wird.

Oktoberstreik

Die Realität hinter den Legenden über die Streikbewegung im Herbst 1950
Sanktionen gegen Streikende und ihre Rücknahme. Mit einem Kommentar von Hans Hautmann und Brigitte Pellar
Peter Autengruber/Manfred Mugrauer
224 Seiten, 2. Auflage, 15.04.2017
ISBN 978-3-99046-279-9, Euro 19,90

Die Streikbewegung gegen das vierte Lohn- und Preisabkommen im September/Oktober 1950 ("Oktoberstreik") war ein Schlüsselereignis am Beginn der Zweiten Republik und ein prägendes Ereignis in der Geschichte des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Die spontan ausgebrochene Streikbewegung gegen das 4. Lohn- und Preisabkommen wurde  zu Beginn auch von vielen sozialistischen BetriebsrätInnen und ArbeiterInnen unterstützt. Nach einer Unterbrechung des Streiks übernahm in der zweiten Phase der kommunistische Gewerkschaftsflügel die Führung. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges wurde der Streik von der Regierung und Gewerkschaftsführung als politischer Putschversuch der KPÖ gewertet. Er ist heute vielfach nur als parteipolitische Auseinandersesetzung in Erinnerung. Da die Vorständekonferenz des ÖGB das Lohn- und Preisabkommen gebilligt+C25 hatte, wurde der Streik ohne Einverständnis des ÖGB durchgeführt.

Nach Beendigung des Streiks wurden 78 GewerkschaftsfunktionärInnen wegen Verstoßes gegen die Statuten und die Geschäftsordnung aus dem ÖGB ausgeschlossen, darunter auch der kommunistische Vizepräsident und Mitbegründer des ÖGB im April 1945 Gottlieb Fiala (1891–1970). 65 Jahre nach diesem Ereignis setzte der ÖGB ein HistorikerInnenteam ein, um den aktuellen Forschungsstand zur Streikbewegung des Jahres 1950 zusammenzufassen und darüber hinaus zur Putschlegende und zu den Ausschlüssen neue Recherchen anzustellen.

Das Ergebnis dieser Arbeit wird mit dem vorliegenden Buch zugänglich gemacht. Auf Grundlage dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse erfolgte im Oktober 2015 die Rehabilitierung der Ausgeschlossenen seitens des ÖGB. Der entsprechende Beschluss des ÖGB-Bundesvorstandes vom 29.10.2015 lautet: "Da die Behauptung, es habe sich bei den Oktoberstreiks 1950 um einen kommunistischen Putschversuch gehandelt, nach heutigen historischen Erkenntnissen widerlegt ist, sind alle gewerkschaftlichen Bildungsunterlagen, soweit das noch nicht erfolgt ist, dementsprechend anzupassen. Darüber hinaus wird festgehalten, dass die damals in Folge der Streiks ausgeschlossenen Gewerkschaftsmitglieder, allen voran das ÖGB-Gründungsmitglied Gottlieb Fiala, nach heutigem Wissensstand nicht  auszuschließen gewesen wären."

Mehr Infos und bestellen: http://www.arbeit-recht-soziales.at/autengruber-peter-mugrauer-manfred-oktoberstreik

Alles Wissenswerte rund um die Lehrlingsausbildung

Ein Leitfaden für Lehrlinge, Eltern, LehrerInnen, AusbildnerInnen und Mitglieder des Betriebs- und Jugendvertrauensrates

Michael Trinko

Die Lehrausbildung ist eines der zentralen Elemente der Berufsausbildung und dennoch finden sich nur wenige Publikationen, die sich mit der Lehrausbildung in Österreich respektive mit den Rechten und Pflichten von Lehrlingen beschäftigen.Ziel dieses Ratgebers ist es, ein leicht verständliches und praxisorientiertes Nachschlagewerk zur Verfügung zu stellen – für Lehrlinge und Eltern ebenso wie für JugendvertrauensrätInnen, JugendsekretärInnen und Betriebsratsmitglieder, aber auch für die AusbildnerInnen in den Betrieben.

Arbeit in der Gig-Economy

Rechtsfragen neuer Arbeitsformen in Crowd und Cloud

Hrsg.: Martin RisakDoris Lutz

Das für alle kostengünstig dauernd verfügbare Internet bietet die Möglichkeit für Unternehmen, mit LeistungserbringerInnen statt stabilen Arbeitsverhältnissen nur noch sehr kurzfristige Verträge zur Erbringung einzelner Leistungen (Gigs) abzuschließen. Bei dieser Gig-Economy spielen Plattformen eine sehr wichtige Rolle, die die Verbindung zwischen der Masse potenzieller LeistungserbringerInnen (der Crowd) und den Nachfragern dieser Leistungen herstellen. Die derart erbrachte Arbeit erscheint auf den ersten Blick unreguliert und bietet wenig Schutz, da es sich, so die weitläufige Ansicht, doch um lauter selbständige LeistungserbringerInnen handelt – aber ist das wirklich so?

Sozialleistungen im Überblick 2017

Lexikon der Ansprüche und Leistungen
Kammer für Arbeiter und Angstellte

Dieser jährlich aktualisierte Ratgeber bietet allen Interessierten einen einfachen Zugang zu den wichtigsten Informationen über die zentralen Sozialleistungen in Österreich: von der Familienbeihilfe bis zur Alterspension, von der Rechtsgrundlage und Finanzierung der jeweiligen Leistungen bis hin zu Anspruchsvoraussetzungen und praktischen Hinweisen zur Antragstellung. Das Buch zeichnet sich durch eine klare Gliederung und die Kombination von Leistungsbeschreibung und sozialpolitischer Zusatzinformation aus.

Reinhold Melas und die österreichische Sozialversicherung

Wollte man den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zumindest bis 1970 in einer Person charakteriesieren, wäre dies sicher Reinhold Melas. Als sein leitender Angestellter war er Schlüsselfigur für alle wesentlichen Entscheidungen der Aufbauphase der Sozialversicherung nach 1945. Die politisch Verantwortlichen vertrauten auf sein Urteil, und er hat ihre Politik beeinflusst. Andererseits musste er politische Entscheidungen zur Kenntnis nehmen. Melas ist Beispiel für die Diskrepanz zwischen der Experten- und der politischen Ebene, gerade im ideologisch hoch aufgeladenem Feld der Sozialversicherung. Bundeskanzler Julius Raab verlieh sah in Melas den "Sozialversicherungspabst".

Sozialrecht

Normensammlung
Hrsg.: Gert-Peter Reissner, Michael Haider

Die Textsammlung (Buch und ebook im PDF-Format) enthält alle sozialrechtlichen Gesetze, Verordnungen und Werte mit Rechtsstand 1.3.2017, die in der beratenden und betrieblichen Praxis am häufigsten benötigt werden. Die dazugehörige Online-Datenbank dokumentiert das österreichische Sozialrecht des Bundes umfassendem in aktuell und zukünftig gültigen sowie historischen Fassungen.

Website zum web/book: www.normensammlung-sozialrecht.at

Neuerungen im Arbeitsrecht 2017

Das Buch bietet einen kurzen Überblick über die wesentlichsten gesetzlichen Änderungen zum Jahreswechsel und kürzlich ergangener Gerichtsentscheidungen, welche insbesondere für Betriebsräte von Interesse sind. Darüber hinaus werden die arbeitsrechtlich relevanten Änderungen in den sozialversicherungsrechtlichen Werten, wie zB Geringfügigkeitsgrenze, Höchstbeitragsgrundlage, erläutert und übersichtlich dargestellt. Enthalten sind auch Verweise auf weiterführende Information zu den einzelnen Themen sowie ein erweitertes e-book inside mit den Volltexten der besprochenen Entscheidungen.

Arbeitsrecht. Normensammlung für die betriebliche Praxis

Ausgabe 2017

Hrsg.: Univ.-Prof. Dr. Gustav Wachter

Dieses web/book ist Ihr Schlüssel zu über 260 Rechtsnormen, die in gedruckter Form über 5000 Seiten umfassen würden. Rechtsstand: 1.3.2017

  • Wichtige Judikatur und Überblick über die Rechtsetzung des vorangehenden Jahres.
  • Jetzt mit Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz, Ausbildungspflichtgesetz und Auszug der EU-Datenschutz-Grundverordnung.
  • Umfangreiche Gesamt- und Einzelstichwortverzeichnisse sowie Novellierungshinweise im Gesetzestext erhöhen den Gebrauchswert.

Website zum web/book: www.normensammlung.at

Das war 2016

Vielfalt: Mit diesem Wort lassen sich unsere Schwerpunkthefte aus dem Jahr 2016 wohl am besten zusammenfassen. Vielfältig waren die Themen, immer wieder beschäftigten wir uns mit dem Thema Vielfalt. Den Auftakt machten wir mit dem Thema „Gewerkschaftliches Engagement“, bei dem viele verschiedene Menschen mit bisweilen sogar gegenläufigen ­Interessen gemeinsam versuchen, Verbesserungen für alle ­ArbeitnehmerInnen zu erreichen.

Die Umqualifizierung von Arbeitsverträgen und gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen

Das Buch beinhaltet drei Beiträge: Elias Felten referiert den Verfall und die Verjährung bei nachträglicher Umqualifizierung von Vertragsverhältnissen in Arbeitsverhältnisse, Susanne Auer-Mayer nimmt zu sozialversicherungsrechtlichen Fragen bei der Umqualifizierung von Erwerbstätigkeit Stellung und die Senatspräsidentin des OLG Andrea Blaszczyk beschäftigt sich mit den prozessualen Problemen bei der Durchsetzung von arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe GPA-djp

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien<
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe VIDA

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe Post- und Fernmeldebedienstete

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe Bau-Holz

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien<
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Neuerungen im Arbeits- und Sozialrecht

Reinhard Resch (Hrsg.)
72 Seiten, ISBN 978-3-99046-247-8, Euro 24,90

Die jüngste Zeit brachte gravierende Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht: einerseits einschneidende Änderungen im Beitragsrecht der gesetzlichen Sozialversicherung und andererseits Änderungen bei Konkurrenzklauseln und Ausbildungskostenrückersatzklauseln. Weitgehend unbeachtet aber von erheblicher Relevanz sind Änderungen im Urlaubsrecht, eine Folge der Judikatur des EuGH.
Mit Beiträgen von a.o. Univ.-Prof. Dr. Nora Melzer-Azodanloo (Arbeitsrechts-Änderungsgesetz 2015), Univ.-Ass. Mag. Matthias Klein (Änderungen im Beitragsrecht) und Univ.-Prof. Dr. Christoph Kietaibl (Aktuelle Entwicklungen im Urlaubsrecht)

Der Wechsel zwischen Vollzeit und Teilzeit

Auswirkungen auf Beendigungsansprüche des Arbeitnehmers

Lisa Maria Jobst, LL.B.
172 Seiten, ISBN 978-3-99046-238-6, Euro 24,90

Die Arbeit befasst sich mit dem Wechsel zwischen Vollzeit und Teilzeit und den Auswirkungen, die ein solcher Wechsel auf die Beendigungsansprüche hat. Neben Form und Inhalt einer Umstiegsvereinbarung wird auch die Zulässigkeit einer Änderung des Arbeitszeitausmaßes mittels Änderungskündigung behandelt. Den Ausgangspunkt für die Untersuchung der Auswirkungen außerhalb der Sondertatbestände bilden die Urlaubsersatzleistung und insbesondere die zum Urlaubsanspruch ergangenen EuGH-Entscheidungen Zentralbetriebsrat der Landeskrankenhäuser Tirols, Brandes und Greenfied. Es wird erörtert, inwiefern daraus Konsequenzen für andere (Beendigungs-)Ansprüche des Arbeitnehmers gezogen werden können. Dabei wird auf die Kündigungsentschädigung, die Abfertigung alt und neu, das offene Entgelt, die Sonderzahlungen, die Postensuchtage und das Dienstzeugnis eingegangen

Mehr Infos und bestellen: http://www.arbeit-recht-soziales.at/jobst-lisa-maria-der-wechsel-zwischen-vollzeit-teilzeit


 

Angestelltengesetz

Das Angestelltengesetz ist das wohl bedeutendste Sondergesetz des Arbeitsvertragsrechts. Als solches kann es nur dann richtig verstanden werden, wenn man auch jenen arbeitsrechtlichen Bestimmungen Beachtung schenkt, die als Bestandteile des allgemeinen Arbeitsrechts auf das Arbeitsverhältnis der Angestellten Anwendung finden. Der vorliegende Kommentar nimmt daher auf die wichtigsten einschlägigen Bestimmungen des allgemeinen Arbeitsrechts Bedacht, um das Arbeitsverhältnis der Angestellten in seiner Gesamtheit zu erfassen.
Website zum web/book: www.angestelltengesetz.at

Mindestlohn im Spannungsfeld zwischen Kollektivvertragsautonomie und staatlicher Sozialpolitik

Hrsg.: Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler, Univ. Prof. Dr. Walter J. Pfeil
Buch + e-book, 184 Seiten, ISBN 978-3-99046-182-2, EUR 24,90

Das 2015 in Kraft getretene deutsche Mindestlohngesetz (eine erste Bilanz zieht Olaf Deinert) hat in Österreich Diskussionen aufkommen lassen, ob nicht eine gesetzliche Absicherung des Mindestlohns erforderlich wäre. Immerhin gibt es eine solche in den meisten europäischen Staaten (Beitrag Thorsten Schulten). Freilich sind die Ausgangsvoraussetzungen in Österreich völlig andere wie in Deutschland. Die Kollektivvertragsbindung in Österreich ist über 95 Prozent. Der viel niedrigere Wert in Deutschland war Grund für die Einführung des Mindestlohngesetzes. In Österreich gibt es außerdem Substitutionsinstrumente wie Satzung und Mindestlohntarif (zu den rechtlichen Instrumenten Beitrag Nora Melzer-Azodanloo). Es verwundert daher nicht, dass die Sozialpartner wenig Interesse an einem Mindestlohngesetz zeigen. Andererseits unterliegen in Österreich trotz hoher Kollektivvertragsabdeckung nicht wenige ArbeitnehmerInnen keiner Mindestlohnregelung. Und die Höhe der Mindestlöhne ist unterschiedlich, es gibt auch Kollektivverträge auf niedrigem Niveau. Als Alternative wird von manchen ein bedingungsloses Grundeinkommen genannt (Beitrag Klaus Firlei). Und schließlich stellt sich die Frage, welche Verteilungseffekte und Auswirkungen auf Einkommensungleichheit und Armutsgefährdung ein flächendeckender Mindestlohn hätte (Beitrag Martina Fink/Silvia Rocha-Akis).