Der Fachverlag

Zeitgeschichte

Die Reihe Zeitgeschichte im Verlag des ÖGB ist in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut worden. Neben ihrem Standardwerk „Die österreichische Gewerkschaftsbewegung“ hat die Historikerin Dr. Brigitte Pellar „Eine andere Geschichte Österreichs“ herausgebracht. Es handelt sich um einen Bildband über die Geschichte der Gewerkschaft, der wie eine Zeitung gestaltet und gelesen werden kann. Ein fixer Kern ist für alle Gewerkschaften gleich, Mutationen berichten über die Geschichte der Teilgewerkschaften. Es ist ein Buch, das daran erinnert, dass vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, erst über Jahre hart erkämpft werden musste.

Highlights aus dem Programm sind die „Tramwaygeschichte(n)“, eine Geschichte der Wiener Straßenbahner über ihren Kampf gegen Austrofaschismus und Nationalsozialismus, die Erinnerungen des jüdischen Emigranten Walter Stern („Das Überleben hat gelohnt“) und die Reihe über GewerkschafterInnen in der Sozialversicherung. Der Historiker Dr. Guenther Steiner publizierte über Johann Böhm, den Mitbegründer des überparteilichen ÖGB 1945, über Karl Maisel, den Minister des ASVG, über Friedrich Hillegeist und zuletzt über Josef Resch.

Die Berichte und Forschungen zur Gewerkschaftsgeschichte, herausgegeben von Dr. Klaus-Dieter Mulley und Dr. Peter Autengruber, beschäftigen sich mit grundlegenden und herausragenden Dissertationen zum Thema. Drei Titel liegen vor. John Evers „Internationale Gewerkschaftsarbeit in der Habsburgermonarchie“ über die Reichsgewerkschaftskommission, Brigitte Pellars Arbeit über Vorformen der Sozialpartnerschaft in der Späthabsburgermonarchie („ … mit sozialpolitischen Erwägungen“) und „Die christliche Arbeiterbewegung 1933 bis 1946“ von Dr. Georg-Hans Schmit.

Bücher der Reihe Zeitgeschichte

Der Wandel des industriepolitischen Leitbilds der Arbeiterbewegung

Die Ökonomik der Arbeiterbewegung in der Nachkriegszeit Band 3

Die Beiträge des Bandes befassen sich mit der langfristigen Entwicklung der Sachgüterproduktion, der Praxis der nationalen Industriepolitik und dem Wandel des industriepolitischen Leitbilds der Arbeiterbewegung von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Mit welchen unterschiedlichen Argumenten wurde Industriepolitik im Laufe der Zeit begründet (bzw. abgelehnt)? Im Mittelpunkt stehen also wesentliche Aspekte der politischen Ökonomie der Zweiten Republik. In erster Linie über die einschlägigen Studien des „Beirats für Wirtschafts- und Sozialfragen“ wirkten die Sozialpartner an der Konzeption der Industriepolitik mit. ÖkonomInnen der Arbeiterbewegung waren in ganz verschiedenen Funktionen am Entwurf, der konkreten Ausgestaltung und der Umsetzung von Industriepolitik beteiligt: in Forschungseinrichtungen wie der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der AK Wien, in Gremien der Sozialpartnerschaft, in Ministerien, in Steuerungseinrichtungen der verstaatlichten Industrie wie der ÖIAG, in Vorständen und Aufsichtsräten verstaatlichter Unternehmen und auf Regierungsposten. Die Brücke zur Gegenwart schlagen Beiträge, die sich mit neuen Entwicklungen in Bezug auf Industrie-, Forschungs- und Innovationspolitik befassen. Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ wird heute wieder sehr intensiv über die Zukunft der Industrie diskutiert. Findet also in der EU eine Renaissance der Industriepolitik statt?

Gewerkschaften ohne Grenzen

Die Instrumente der European Action Days im Länder- und Zeitvergleich Julia Hofmann

Seit Ausbruch der Krise wird wieder erhöhter Druck auf die Beschäftigten in Europa ausgeübt: Kollektivverträge sollen weiter dezentralisiert, sichere Jobs abgebaut und das Sozialsystem ausgehöhlt werden. Während die Lage im Zentrum Europas noch einigermaßen stabil erscheint, geraten die Beschäftigten in der Peripherie zunehmend unter die Räder. Was machen die Gewerkschaften in Europa, um diesem Trend entgegenzuwirken? Leisten sie genügend Widerstand und fordern sie transnationale Solidarität ein?

Am Beispiel der Geschichte der European Action Days untersucht die Autorin Bedingungen und Barrieren des grenzüberschreitenden Widerstandes in der EU und analysiert erfolgreiche wie weniger erfolgreiche Phasen gewerkschaftlichen Widerstandes. GewerkschafterInnen aus Spanien, Österreich, Finnland und Bulgarien berichten über ihre Perspektiven auf europäische Gewerkschaftsarbeit und über die Chancen und Grenzen transnationalen gewerkschaftlichen Handelns.

Die Deutsche Arbeitsfront in Kärnten 1938-1945

Zur Arbeiterkammer Kärnten zwischen ihrer Liquidierung und Wiedererrichtung

Autoren: Daniel Weidlitsch
Hrsg.: AK Kärnten

Die wechselvolle Geschichte der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Kärnten, wie sie anhand der politischen und gesellschaftlichen Zäsuren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich wird, prägt das Selbstverständnis der Institution bis heute. Berührten bisherige Forschungen zur Geschichte der AK Kärnten das dunkle Kapitel Nationalsozialismus nur am Rande, so versucht die vorliegende Publikation diese Periode im Kontext der Deutschen Arbeitsfront (DAF) zu fassen. Nach der Zerschlagung der Arbeitnehmervertretung im Deutschen Reich entstanden, trat jene Massenorganisation des Dritten Reiches 1938 nicht nur an die Stelle der AK Kärnten, sondern übernahm auch deren Strukturen. Ausgehend von der Entwicklung der Arbeitsfront und ihrer Aktivitäten ab 1933 beschäftigt sich die vorliegende Darstellung daher mit der DAF in Kärnten. Dabei wird unter anderem erkennbar, dass sich das AK-Gebäude, das von den Nationalsozialisten so bezeichnete "Haus der Arbeit", als Zentrum der DAF in Kärnten etablierte und der Einfluss ihrer Funktionsträger auch auf regionaler Ebene mit den wirtschaftlichen und sozialpolitischen Zielsetzungen des NS-Systems korrelierte. Dazu zählte etwa die Aufrechterhaltung der Arbeitsdisziplin in den Betrieben ebenso wie der Versuch,die Arbeiterschaft in das Konzept der NS-Volksgemeinschaft zu integrieren. Letzteres sollte vor allem durch das Angebot von "Kraft durch Freude" erreicht werden.

Oktoberstreik

Die Realität hinter den Legenden über die Streikbewegung im Herbst 1950
Sanktionen gegen Streikende und ihre Rücknahme. Mit einem Kommentar von Hans Hautmann und Brigitte Pellar
Peter Autengruber/Manfred Mugrauer
224 Seiten, 2. Auflage, 15.04.2017
ISBN 978-3-99046-279-9, Euro 19,90

Die Streikbewegung gegen das vierte Lohn- und Preisabkommen im September/Oktober 1950 ("Oktoberstreik") war ein Schlüsselereignis am Beginn der Zweiten Republik und ein prägendes Ereignis in der Geschichte des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Die spontan ausgebrochene Streikbewegung gegen das 4. Lohn- und Preisabkommen wurde  zu Beginn auch von vielen sozialistischen BetriebsrätInnen und ArbeiterInnen unterstützt. Nach einer Unterbrechung des Streiks übernahm in der zweiten Phase der kommunistische Gewerkschaftsflügel die Führung. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges wurde der Streik von der Regierung und Gewerkschaftsführung als politischer Putschversuch der KPÖ gewertet. Er ist heute vielfach nur als parteipolitische Auseinandersesetzung in Erinnerung. Da die Vorständekonferenz des ÖGB das Lohn- und Preisabkommen gebilligt+C25 hatte, wurde der Streik ohne Einverständnis des ÖGB durchgeführt.

Nach Beendigung des Streiks wurden 78 GewerkschaftsfunktionärInnen wegen Verstoßes gegen die Statuten und die Geschäftsordnung aus dem ÖGB ausgeschlossen, darunter auch der kommunistische Vizepräsident und Mitbegründer des ÖGB im April 1945 Gottlieb Fiala (1891–1970). 65 Jahre nach diesem Ereignis setzte der ÖGB ein HistorikerInnenteam ein, um den aktuellen Forschungsstand zur Streikbewegung des Jahres 1950 zusammenzufassen und darüber hinaus zur Putschlegende und zu den Ausschlüssen neue Recherchen anzustellen.

Das Ergebnis dieser Arbeit wird mit dem vorliegenden Buch zugänglich gemacht. Auf Grundlage dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse erfolgte im Oktober 2015 die Rehabilitierung der Ausgeschlossenen seitens des ÖGB. Der entsprechende Beschluss des ÖGB-Bundesvorstandes vom 29.10.2015 lautet: "Da die Behauptung, es habe sich bei den Oktoberstreiks 1950 um einen kommunistischen Putschversuch gehandelt, nach heutigen historischen Erkenntnissen widerlegt ist, sind alle gewerkschaftlichen Bildungsunterlagen, soweit das noch nicht erfolgt ist, dementsprechend anzupassen. Darüber hinaus wird festgehalten, dass die damals in Folge der Streiks ausgeschlossenen Gewerkschaftsmitglieder, allen voran das ÖGB-Gründungsmitglied Gottlieb Fiala, nach heutigem Wissensstand nicht  auszuschließen gewesen wären."

Mehr Infos und bestellen: http://www.arbeit-recht-soziales.at/autengruber-peter-mugrauer-manfred-oktoberstreik

Reinhold Melas und die österreichische Sozialversicherung

Wollte man den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zumindest bis 1970 in einer Person charakteriesieren, wäre dies sicher Reinhold Melas. Als sein leitender Angestellter war er Schlüsselfigur für alle wesentlichen Entscheidungen der Aufbauphase der Sozialversicherung nach 1945. Die politisch Verantwortlichen vertrauten auf sein Urteil, und er hat ihre Politik beeinflusst. Andererseits musste er politische Entscheidungen zur Kenntnis nehmen. Melas ist Beispiel für die Diskrepanz zwischen der Experten- und der politischen Ebene, gerade im ideologisch hoch aufgeladenem Feld der Sozialversicherung. Bundeskanzler Julius Raab verlieh sah in Melas den "Sozialversicherungspabst".

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe GPA-djp

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien<
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe VIDA

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe Post- und Fernmeldebedienstete

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

Gefordert - Gekämpft - Erreicht

Ausgabe Bau-Holz

Dr. Peter Autengruber, Historiker, Verlagsangestellter
Mag. Sabine Lichtenberger, Historikerin, Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte/AK Archiv in der AK Wien<
Marliese Mendel Bakk., Historikerin, Mitarbeiterin des Sozialdemokratischen Bildungsvereins

Anhand von sieben ausgewählten Themen wird die Geschichte des ÖGB in der Zweiten Republik dargestellt: Streiks, Arbeitszeit, Lohn und Gehalt, Gesundheit und Sicherheit, Soziale Sicherheit, Mitbestimmung, Solidarität. Die Aufarbeitung erfolgt anhand faksimilierter Titelseiten österreichischer Tageszeitungen. Auf einer Doppelseite findet sich auf der linken Seite die Titelseite einer Tageszeitung, in der ein relevanter Artikel vorkommt, auf der rechten Seite wird der Inhalt kommentiert und in den jeweiligen thematischen Rahmen gestellt.

60 Jahre Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Der Sozialstaat ist die wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts

Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) ist das Stammgesetz der Sozialversicherung der unselbständig Erwerbstätigen nach 1945. In ihm spiegeln sich auch die sozioökonomischen Veränderungen der letzten 60 Jahre wider. Aus Anlass der 60. Wiederkehr des Inkrafttretens des ASVG am 1. Jänner 1956 wird in dieser Arbeit das Werden des Gesetzes sowie seine Entwicklung anhand der wesentlichen Marksteine und Novellen, gegliedert nach den Bereichen Allgemeines, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung dargestellt und damit auch ein wesentlicher Teil der Geschichte der Sozialversicherung der Zweiten Republik nachgezeichnet.

Arbeitsmarktverwaltung 1917-1957

Bürokratie und Praxis

Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit der Demobilisierung zeigten, dass es staatlich koordinierter Mechanismen bedurfte, um der Arbeitslosigkeit strukturell entgegentreten zu können. Diese Aufgabe zählte zu den Kerngeschäften des weltweit ersten Sozialministeriums, welches noch in der Monarchie unter dem "Ministerium Seidler" 1917 geschaffen wurde. Die Zuständigkeit der Arbeitsmarktbehörden auf österreichischem Gebiet beschränkte sich im Betrachtungszeitraum aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsmarktverwaltung im engeren Sinn. Wie stark spätere Verwaltungsaufgaben von den ursprünglichen Kernaufgaben abwichen, zeigt die massive Einbindung der (Landes-)Arbeitsämter in die Schaffung und Beseitigung diktatorischer Strukturen: Im Austrofaschismus betrieben die Ämter massiv parteipolitisch motivierte Arbeitsvermittlung. Im Nationalsozialismus betrug der Anteil der von den Arbeitsämtern verwalteten ZwangsarbeiterInnen im Jahr 1944 ein sattes Drittel der Arbeitskräfte. Andererseits schien die Arbeitsmarktverwaltung am Beginn der Zweiten Republik bis zur "Belastetenamnestie" von 1957 ganz im Zeichen der Entnazifizierung zu stehen. Im vorliegenden Buch werden die institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung untersucht und die archivarisch überlieferte Behördentätigkeit kontextualisiert. Ein seperater Abschnitt befasst sich mit den Eliten des Behördenapparats und geht der Frage nach personellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten durch politische Umbrüche und Regimewechsel auf den Grund.

"... aus Almosenempfängern anspruchsberechtigte Bürger zu machen."

Sozialminister Anton Proksch und die österreichische Sozialversicherung

Von 1956 bis 1966 war Anton Proksch Sozialminister. Er war gewissermaßen der Sozialminister der "Nach-ASVG-Ära". Die großen Themen seiner Ministerschaft auf dem Gebiet der Sozialversicherung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Stammgesetz: die Aufwertung der sogenannten Altrenten bis zur Schaffung des Pensionsanpassungsgesetz 1965, die Einbeziehung der Bauern und Gewerbetreibenden in die Pensions- und Krankenversicherung oder das Problem der Finanzierung der Krankenkassen. Dieses Buch beleuchtet anhand der zentralen Themen die Rolle des Gewerkschafters und Sozialministers Anton Proksch für die österreichische Sozialversicherung von 1945 bis zum Ende der Großen Koalition 1966.

Innenansichten

Zeit - Ideen - Menschen

Autorin: Elisabeth Szymanski

Die überzeugte Sozialdemokratin Sektionsschefin i. R. Prof. Dr. Eva-Elisabeth Szymanski wurde am 1. Jänner 1989 vom damaligen BM Alfred Dallinger an die Spitze der Arbeitsinspektion berufen, deren Leiterin sie mehr als 23 Jahre sein sollte. Seit Anfang 2003 erstreckte sich ihre Verantwortlichkeit auch auf das Arbeitsrecht. Der Bogen ihrer Erfahrungen spannt sich von den 1968er-Jahren über die SPÖ-Alleinregierung, die spätere Koalitonen der SPÖ mit FPÖ und ÖVP, die schwarz-blaue Wende im BMWA und die Rückkehr ins Sozialministerium bis zum Sommer 2012. In ihrer 40jährigen Tätigkeit arbeitete sie unter elf Bundesministern/innen und hat die Entwicklung vom Aufbruch in die Moderne über den Beitritt zur EU bis zur Infragestellung der Sozialpartnerschaft hautnah miterlebt. Ihre flüssig und locker geschriebenen Erinnerungen beschreiben die Entwicklungen im Arbeitsrecht und im Arbeitnehmerschutz.

Gewerkschaft - Macht - Geschichte

Spots auf 200 Jahre Interessenvertretung von ArbeitnehmerInnen

Brigitte Pellar

Die ÖGB-AK-Zeitschrift "Arbeit und Wirtschaft" veröffentlicht regelmäßig Beiträge zur Geschichte von Gewerkschaft, Betriebsräten und Arbeiterkammern - zumeist auf einer eigenen Seite "Historie". Thematisch zusammengefasst und ergänzt und um Hinweise zu den wichtigsten Entwicklungen rund um das jeweilige Ereignis entstand auf Basis von Beiträgen aus den Jahren 2007 bis 2014 ein spannendes und informatives "Lesebuch".

Eduard März als Wirtschaftshistoriker und Wirtschaftspolitiker

Die Ökonomik der Arbeiterbewegung in der Nachkriegszeit Band 1

Eduard März (1908-1987) war einer der profiliertesten Ökonomen in Österreich in der Zweiten Republik. Als Ökonom war er einem umfassenden wissenschaftlichen Ansatz
verpflichtet, in dem Theorie, Geschichte und Politik gleich gewichtet waren. Nach seiner Rückkehr 1953 aus der Emigration und seinem Eintritt in die Wiener Arbeiterkammer engagierte sich März drei Jahrzehnte in der österreichischen Wirtschaftspolitik und hat bis heute sichtbare Spuren hinterlassen. In der AK baute er den ersten modernen think tank im Rahmen einer Interessenvertretung auf. Er war auch Verfasser von Standardwerken zur Wirtschaftsgeschichte.

Tramway Geschichte(n)

Wiener Straßenbahner im Kampf gegen den grünen und braunen Faschismus

Walter Farthofer

Der Autor dokumentiert die politische und nach 1938 auch rassische Verfolgung von Wiener Straßenbahnern. Der Kern des Buches umfasst rund 550 Kurzbiografien von Mitarbeitern der Wiener Verkehrsbetriebe, die nach 1934 entlassen oder verfolgt wurden. Wiedereinstellungen 1938 werden ebenso erfasst wie Entlassungen nach 1945.

In den Biografien wird auch die dienstliche Entwicklung nach der Befreiung dokumentiert; insgesamt ein Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Wiener Verkehrsbetriebe.

Das Überleben hat gelohnt

Erinnerungen eines Metallarbeiters und Betriebsrates

Walter Stern

Walter Stern, geb. 1924 als Kind jüdischer Eltern verbrachte seine Kindheit und Jugend im "Roten Wien". In den 30er Jahren, sein Interesse gilt mehr dem Fußball als der Politik, machte er als Jude erste Erfahrungen mit dem stark zunehmenden Antisemitismus, vor dem er im August 1939 nach Palästina flüchtete - seine Eltern wurden vom NS-Regime ermordet. 1945 arbeitete er bei der Suche nach Nazi-Kriegsverbrechern mit, 1947 schloss er sich der KPÖ an und begann in einem Elektro- und Metallunternehmen zu arbeiten. Er engagierte sich als Betriebsratsvorsitzender. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 trat Walter Stern aus der KPÖ aus, sein politisches Engagement endete damit jedoch nicht: Stern gehört zu den Gründungsmitgliedern der Gewerkschaftlichen Einheit (GE).

"Warum werden Erinnerungen nur von berühmten Menschen geschrieben? Weil sie besonders Interessantes zu berichten haben? Oder weil ihr Name Neugierde erweckt? Warum schreibe ich? Ich bin kein Berühmter, kein Schauspieler, kein Politiker. Aber ich habe zwei Kinder und Enkelkinder."

Der Zukunft verpflichtet

Im Gedenken an den Visionär Alfred Dallinger

Astrid Fadler

Anlässlich des 25. Todestages von Sozialminister Alfred Dallinger reflektiert die Autorin die seinerzeit ausgetragene Diskussion über Wertschöpfungsabgabe und Arbeitszeitverkürzung, die zum Teil recht emotional ausgetragen wurde. Der Blick ruht freilich nicht nur auf der Vergangenheit, es wird auch ein roter Faden zur Gegenwart gezogen. Was ist heute noch aktuell, und was wurde mittlerweile verwirklicht? Das mit zahlreichen Bildern - zum Teil auch aus privaten Beständen - angereicherte Buch lädt zum Nachdenken und zur Reflexion ein.

Ein Mann und sein Plan

Friedrich Hillegeist in der österreichischen Sozialversicherung

Günther Steiner

Guenther Steiner zeichnet das Bild einer der politischen Schlüsselfiguren der ersten Jahrzehnte der Zweiten Republik. Verwoben mit dem fundierten Porträt Friedrich Hillegeists werden die Weichenstellungen deutlich, die 1945 und in den Jahren danach vorgenommen wurden. Hillegeist war einer der Weichensteller. Er half an entscheidender Stelle mit, dass der zweite Anlauf der demokratischen Republik zu einem Erfolg wurde. Hillegeist sah seine Aufgabe in der SPÖ und im 1945 neu gegründeten, überparteilichen ÖGB darin, die speziellen Interessen der Angestellten zu vertreten. Die Integrationsfunktion kam Hillegeist auch zu, als er 1959 die Funktion des Präsidenten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger übernahm.

Die Christliche Arbeiterbewegung in den Jahren 1933 bis 1946

Vom Untergang der Demokratie bis zum Beginn der Zweiten Republik

Georg-Hans Schmit

Die Arbeit gibt einen Einblick in die ideologische Entwicklung der christlichen Arbeiterbewegung (Linzer Programm 1923 bis zum ÖAAB-Programm 1946) und orientiert sich an den Bruchlinien, die für diesen Zeitraum wesentlich waren: Aufgabe der eigenen demokratischen Grundsätze und Unterstützung der autoritären Regierung 1933, Leitung der Einheitsgewerkschaft 1934-1938 und Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Weiters werden die theoretisch-ideologischen Grundlagen mit den jeweiligen Grundsatzprogrammen bzw. mit jeweils konkreten Handeln auf Übereinstimmung untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der (Erinnerungs-)Literatur und den Quellenbeständen in den Archiven.

 

... mit sozialpolitischen Erwägungen

Staatliche Arbeitsstatistik und Gewerkschaftsmitsprache im Handelsministerium der Habsburgermonarchie

Brigitte Pellar

Das Buch ist ein interessanter Beitrag zu den Wurzeln von AK, Sozialministerium und Sozialpartnerschaft.

Anton Benya - "Der Vertrauensmann"

Hrsg.: Nani Kauer

Anton Benya, der am 8. Oktober 2012 100 Jahre alt geworde wäre, war ein großer Mitgestalter der österreichischen Politik; wichtige Teile der Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik tragen seine Handschrift: das Modell der österreichischen Sozial- und Wirtschaftspartnerschaft, die Sozialgesetzgebung, das Arbeitsrecht. Er war mitverantwortlich für jenen "österreichischen Weg", der unserem Staat weltweiten Respekt und Anerkennung eingetragen hat. Benya war 24 Jahre Präsident des ÖGB und 15 Jahre Präsident des Nationalrats. Und er war und ist eine der wichtigsten Symbolfiguren der österreichischen Gewerkschaftsbewegung.

Christian Broda

Festveranstaltung anlässlich des 25. Todestages des großen Justizreformers

Hrsg.: SPÖ-Parlamentsklub

"Rechtsreformer, Europäer, Visionär" - keine anderen Worte könnten Christian Broda besser beschreiben als diese. Anlässlich seines 25. Todestages veranstaltete der SPÖ-Parlamentsklub am 1. Februar 2012 eine Gedenkfeier. Die in hohem Maße gelungene Veranstaltung wird durch dieses Buch dokumentiert.

Beiträge von Josef Cap, Heinz Fischer, Hannes Jarolim, Beatrix Karl, Roland Miklau, Barbara Prammer, Kurt Stürzenbecher

Der Sozialpolitiker Karl Maisel

Als Sozialdemokrat und Gewerkschafter, als Regierungsmitglied und schließlich als Präsident der Arbeiterkammer steht Karl Maisel für die Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik. Er prägte ein wichtiges, einfür die Anfänge der Zweiten Republik entscheidendes Politikfeld: die Sozialpolitik. Er war der Minister des ASVG. In seiner Amtszeit einigten sich die Sozialpartner auf die gesetzliche Grundlage des sich entwickelnden Sozial- und Wohlfahrtsstaates.

 

Gemeinsam für Kärnten arbeiten

AK Kärnten 1922 bis 2012

Hrsg.: Johannes Grabmayer

Die Kärntner Arbeiterkammer hat vorbereitend zu ihrem 90jährigen Bestandsjubiläum namhafte Autoren/innen aus dem universitären Bereich, aber auch aus den eigenen Wirkungsfeldern eingeladen, ihre Erkenntnisse in gut verständlichen Beiträgen zur Verfügung zu stellen. Sie sollen zur Rückbesinnung ebenso wie zum Weiterdenken anregen und damit Ansätze für eine neue, gerechte und faire Gestaltung unserer Gesellschaft aufzeigen.

Zukunft gestalten - Visionen denken

90 Jahre Konstituierung der Arbeiterkammern

Bundesarbeitskammer

Die Publikation stellt keine "Festschrift" im landläufigen Sinn dar, sondern bietet Raum zur Erörterung von Herausforderungen, die auf die Arbeiterkammern zukommen. Die inhaltlichen Schwerpunkte stellen Fragen an die Zukunft unserer Gesellschaft, unseres Staates sowie der Europäischen Gemeinschaft dar, wobei auch Visionen zur künftigen Arbeitswelt, Wirtschafts- und Bildungspolitik Platz finden.

Frauen graben, wo sie stehen.

Frauengeschichte von unten Gendermainstreaming in der Praxis

Hrsg.: Irmtraud Karlsson

Mut machen, die eigene Frauengeschichte in der Gemeinde, im Betrieb, in den Organisationen zu erforschen, das ist das Ziel dieses Buches. Welche Quellen gibt es, wie können sie genützt werden? Ausgehend von den Frauenspaziergängen in Bruck an der Leitha und in Wien Josefstadt gibt es zahlreiche Beispiele für Frauenspuren im öffentlichen Raum. Diese Beispiele zeigen auch, wie weibliche Erinnerungskultur festgemacht werden kann. Frauen haben eine Geschichte, lasst euch nicht aus dieser Geschichte wegschreiben.

Eine andere Geschichte Österreichs

Ausgabe PRO-GE

Brigitte Pellar

Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung ist auch immer ein Stück Geschichte von einzelnen Menschen. Und ganz besonders von jenen Menschen, die jahrelang den gewerkschaftlichen Gedanken mittragen und den ÖGB als treue Mitglieder unterstützen. All diesen Menschen ist dieser Bildband über die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung gewidmet.

Der Bildband ist wie eine Zeitung gestaltet. Jede Seite kann für sich alleine gelesen werden. Neben dem fixen Kernteil (der für alle Ausgaben der Gewerkschaften gleich ist) wurden Mutationen für die Gewerkschaften verwirklicht.

Eine andere Geschichte Österreichs

Gewerkschaft. Soziale Verantwortung und menschliche Politik. Ausgabe GdC

Brigitte Pellar

Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung ist auch immer ein Stück Geschichte von einzelnen Menschen. Und ganz besonders von jenen Menschen, die jahrelang den gewerkschaftlichen Gedanken mittragen und den ÖGB als treue Mitglieder unterstützen. All diesen Menschen ist dieser Bildband über die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung gewidmet.

Der Bildband ist wie eine Zeitung gestaltet. Jede Seite kann für sich alleine gelesen werden. Neben dem fixen Kernteil (der für alle Ausgaben der Gewerkschaften gleich ist) wurden Mutationen für die Gewerkschaften verwirklicht.

50 Jahre Berufsförderungsinstitut

Ein kompetenter Bildungspartner

Sabine Lichtenberger, Michael Sturm

Als 1959 von engagierten FunktionärInnen des ÖGB und der AK in Wien das Berufsförderungsinstitut (bfi) gegründet wurde, war nicht absehbar, wie weitreichend und zukunftsträchtig diese Entscheidung war. 50 Jahre später ist das Berufsförderungsinstitut aus der österreichischen Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Von Anfang an war es zentrales Anliegen des bfi, ArbeitnehmerInnen durch Aus- und Weiterbildung in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Heute präsentiert es sich als moderne Non-Profit-Organisation mit einem reichhaltigen Dienstleistungsangebot, das sich flexibel an den Bedürfnissen der Menschen und an den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert.

Eine andere Geschichte Österreichs

Gewerkschaft. Soziale Verantwortung und menschliche Politik. Ausgabe GBH

Brigitte Pellar

Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung ist auch immer ein Stück Geschichte von einzelnen Menschen. Und ganz besonders von jenen Menschen, die jahrelang den gewerkschaftlichen Gedanken mittragen und den ÖGB als treue Mitglieder unterstützen. All diesen Menschen ist dieser Bildband über die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung gewidmet.

Der Bildband ist wie eine Zeitung gestaltet. Jede Seite kann für sich alleine gelesen werden. Neben dem fixen Kernteil (der für alle Ausgaben der Gewerkschaften gleich ist) wurden Mutationen für die Gewerkschaften verwirklicht.

Eine andere Geschichte Österreichs

Gewerkschaft. Soziale Verantwortung und menschliche Politik. Ausgabe gmtn

Brigitte Pellar

Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung ist auch immer ein Stück Geschichte von einzelnen Menschen. Und ganz besonders von jenen Menschen, die jahrelang den gewerkschaftlichen Gedanken mittragen und den ÖGB als treue Mitglieder unterstützen. All diesen Menschen ist dieser Bildband über die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung gewidmet.

Der Bildband ist wie eine Zeitung gestaltet. Jede Seite kann für sich alleine gelesen werden. Neben dem fixen Kernteil (der für alle Ausgaben der Gewerkschaften gleich ist) wurden Mutationen für die Gewerkschaften verwirklicht.

Internationale Gewerkschaftsarbeit im multinationalen Staat der Habsburgermonarchie

Ein Beitrag zur europäischen Gewerkschaftsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der "Reichsgewerkschaftskommission" und ihrer deutsch-tschechischen Arbeit vor 1914

John Evers

Die Studie befasst sich mit der "internationalen Arbeit" der Reichsgewerkschaftskommission - also der Gewerkschaftszentrale des westlichen Teils der Habsburgermonarchie - vor dem Ersten Weltkrieg. Einerseits wird die Entwicklung der modernen Gewerkschaften vor allem im Wiener Raum sowie in Böhmen und Mähren konsequent in einen europäischen Kontext gesetzt und andererseits beleuchtet der Autor die gewerkschaftlichen Ansätze, die multinationale ArbeiterInnenschaft des Habsburgerstaates zu organisieren.

Die Befreiung des KZ Mauthausen

Am 5. Mai 1945 erreichten Vorausabteilungen der 11. US-Panzerarmee das letzte große, bis dahin noch nicht befreite Konzentrationslager, das KZ Mauthausen. Von dem, was die Befreier zu Gesicht bekamen, wie die Häftlinge das Ende ihrer Leiden erlebten und was die vermeintlich "unbeteiligte" Zivilbevölkerung in der Umgebung Mauthausens und seiner Nebenlager sah, handelt dieses Buch. Es enthält Berichte, Dokumente, Aussagen und Protokolle, die gemeinsam zu einem Mosaik der Befreiung werden.

Wilhelmine Moik

Es hat sich alles mehr ums Politische gehandelt. Ein Leben für die gewerkschaftliche Frauenpolitik

Agnes Broessler

Wilhelmine Moik (1894 bis 1970), geboren als eines von insgesamt neun Kindern einer Arbeiterfamilie in Wien-Ottakring, gehörte zum Kernteam der Gewerkschafterinnen in der Ersten Republik, die sich für die Weiterentwicklung der Frauenpolitik einsetzten und dabei auch heute noch zentrale Themen, wie etwa ein "Recht auf Arbeit", "Gleicher Lohn für gleiche Leistung" oder "Mehr Mitbestimmung" ansprachen.

Die Geschichte der Selbstverwaltung und Arbeitnehmermitbestimmung in der österreichischen Sozialversicherung

Teil 1: Von den Anfängen bis 1918

Robert Grandl

Mit diesem Buch hat Robert Grandl im Auftrag des Instituts für Gewerkschafts- und AK-Geschichte begonnen, einen weißen Fleck auf der Forschungslandkarte zu beseitigen. Denn alle bisher geleisteten Arbeiten zum Thema "österreichische Sozialversicherung" blendeten die Geschichte der Selbstverwaltung, ihrer Funktionsweise und ihrer politischen Bedeutung fast vollständig aus. Vor allem die Auseinandersetzungen und Kämpfe um die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnenseite (und damit der Versicherten) blieben unberücksichtigt. Gerade das Wissen um diese Entwicklung ist aber auch für das Verstehen der aktuellen Diskussion um die Organisation der Sozialversicherung wesentlich.

Jugendliche schreiben gegen das Vergessen

Texte von Jugendlichen vor und nach dem Besuch des ehemaligen KZ-Mauthausen

Hrsg.: Mauthausen Komitee Österreich

In diesem Buch finden Sie 150 - von einer unabhängigen Jury ausgewählte - Beiträge von Jugendlichen. Sie schildern ihre Eindrücke und Gefühle vor und nach dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Diese Texte sind nicht nur eine eindrucksvolle Dokumentation für das Engagement einer angeblich politikverdrossenen Jugend, sondern auch ein gewichtiger Beweis, dass Jugendliche sehr wohl bereit sind, die Vergangenheit kritisch zu hinterfragen.

Ferdinand Hanusch

Aufbruch zum Sozialstaat

Walter Göhring, Brigitte Pellar

Hanuschhof, Hanusch-Krankenhaus, Hanuschgasse – Aber wer war Ferdinand Hanusch? Kein bedeutender Arzt, wie man wohl aufgrund der Namensgebung des Krankenhauses vermuten könnte, sondern erster Sozialminister der demokratischen Republik Österreich. Die Herkunft erinnert an Gerhard Hauptmanns Drama "Die Weber" – Hanusch stammte aus einer schlesischen Textilarbeiterfamilie, mit anderen Worten der ärmsten Arbeiterschicht.

Anton Benya. Mein Weg

Lebenserinnerungen eines Gewerkschafters und Demokraten

Anton Benya

Anton Benya, von 1963 bis 1987 Präsident des österreichischen Gewerkschaftsbundes, blickte 1992 auf acht Jahrzehnte seines Lebensweges zurück. Seine Erinnerungen werden ergänzt durch Aussagen in Interviews und Statements, die er - unverändert hellhörig für die Gefahren, die Demokratie und Sozialstaat begegnen können - als eine moralische Instanz Österreichs in seinem letzten Lebensjahrzehnt klar und deutlich aussprach.

50 Jahre Fraktion Christlicher Gewerkschafter

Festschrift

Karl Klein

Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) beging am 14. Oktober 2001 den 50. Jahrestag ihrer Gründung. Am 26. April 1951 wurde bei einer Obmännerkonferenz der christlich-sozialen Gewerkschafter beschlossen, ein Zeichen der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit zu setzen. Beim Bundeskonkress des ÖGB 1951 wurde die Gründung der Fraktion Christlicher Gewerkschafter schließlich umgesetzt.

Johann Böhm in der österreichischen Sozialversicherung

Johann Böhm war eine Schlüsselfigur der österreichischen Politik: In der Kaiserzeit und in der Ersten Republik, in der autoritären und in der totalitären Diktatur hat er, in verschiedener Weise engagiert, politische Zeitgeschichte erfahren. In der Zweiten Republik hat er schließlich in prominenter Rolle politische Zeitgeschichte gemacht.

Bildung - Arbeit - Fortschritt

Kultur- und Bildungsarbeit am Beispiel der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Walter Göhring, Claudia Jandl

Das Buch leistet eine umfangreiche Darstellung der Entwicklung der Bildungs- und Kulturarbeit der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien in der Zweiten Republik. Sie dokumentiert den schwierigen Wiederaufbau der Bildungs- und Kulturarbeit in der Gründungsphase und Besatzungszeit ebenso wie deren, in steter Kooperation mit dem ÖGB stattgefundenen, Weiterentwicklung bis ins Jahr 2000.

Der Wille zum Aufbruch

Politische Texte zum ersten ÖGB-Kongress und zur Konstituierung der Arbeiterkammern in der Zweiten Republik

Walter Göhring

Ohne Geschichte keine Gegenwart und keine Zukunft. Das ist der Leitspruch dieser Broschüre, in der Walter Göhring vom Institut zur Erforschung der Geschichte der Gewerkschaften und Arbeiterkammern Reden und Texte zum 1. ÖGB-Kongress und zu den konstituierenden Sitzungen der Arbeiterkammer in den Bundesländern gesammelt hat. Protokolle, Bildmaterial, Presseauszüge und Materialstudien geben einen detaillierten Einblick in die Aufbruchsstimmung dieser Zeit und lassen die Gründungszeit wieder lebendig werden.

Die Gelben Gewerkschaften Österreichs in der Zwischenkriegszeit

Die Gelben oder Unabhängigen Gewerkschaften Österreichs wurden vor allem zur Bekämpfung der Freien Gewerkschaften Österreichs, aber auch der Christlichen Gewerkschaften mit finanzieller und personeller Hilfe seitens einzelner Unternehmer gegründet. Vorliegendes Werk bietet eine umfassende Zusammenstellung der Entwicklung und Strategien der Unabhängigen Gewerkschaften in der Zwischenkriegszeit, belegt durch zahlreiche Dokumente, es will zum Nachdenken anregen und Diskussionen dahingehend in Gang setzen, daß sich derartige Entwicklungen nicht wiederholen.

Johann Böhm

Eine Biographie

Karin Holzer

Johann Böhm (1886-1959), aus einfachsten Verhältnissen stammend, war die große Integrationsfigur der österreichischen Gewerkschaftsbewegung nach 1945. Es gelang ihm zusammen mit Gleichgesinnten, den einheitlichen Gewerkschaftsbund ins Leben zu rufen und den Zusammenhalt der österreichischen Arbeiterschaft im ÖGB, dessen erster Präsident er war, in den schwierigen Nachkriegsjahren zu garantieren. Die vorliegende Biographie liefert Annäherungen an das Lebenswerk eines bedeutenden Gewerkschafters und Sozialdemokraten.