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Der Fachverlag

Günther Steiner

Dr. Guenther Steiner, Historiker, Institut für Konfliktforschung Wien

Bücher des Autors

Ein verlässlicher Partner für´s Leben

Sicherheit von der industriellen Revolution bis ins digitale Zeitalter

Das System der Sozialversicherung, so wie wir es heute kennen, basiert auf jenen Grundlagen, die bei der Einführung der gesetzlichen Sozialversicherung vor etwa 130 Jahren geschaffen wurden: Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung als drei Zweige der Sozialversicherung und Pflichtversicherung je nach Beschäftigung. Die Beiträge und Geldleistungen werden vom Erwerbseinkommen berechnet. Die Sozialversicherungsträger sind nach Berufsgruppen gegliedert, die Träger in Selbstverwaltung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter organisiert (bei den Selbständigen nur aus Versichertenvertretern). Wer das System der Sozialversicherung verstehen will, muss an seine Anfänge zurückblicken. Das Buch zeichnet daher die Entwicklung der Sozialversicherung von den Vorformen im Mittelalter über die ersten Schritte im 19. Jahrhundert bis zum Ausbau der Leistungen der Sozialversicherung in den 1980er-Jahren nach, setzt mit den Pensionsreformen der 1990er-Jahre und der Organisationsreform des Hauptverbandes fort und endet mit der aktuellen Diskussion um die Reform der Sozialversicherungsträger.

Reinhold Melas und die österreichische Sozialversicherung

Wollte man den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zumindest bis 1970 in einer Person charakteriesieren, wäre dies sicher Reinhold Melas. Als sein leitender Angestellter war er Schlüsselfigur für alle wesentlichen Entscheidungen der Aufbauphase der Sozialversicherung nach 1945. Die politisch Verantwortlichen vertrauten auf sein Urteil, und er hat ihre Politik beeinflusst. Andererseits musste er politische Entscheidungen zur Kenntnis nehmen. Melas ist Beispiel für die Diskrepanz zwischen der Experten- und der politischen Ebene, gerade im ideologisch hoch aufgeladenem Feld der Sozialversicherung. Bundeskanzler Julius Raab verlieh sah in Melas den "Sozialversicherungspabst".

60 Jahre Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Der Sozialstaat ist die wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts

Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) ist das Stammgesetz der Sozialversicherung der unselbständig Erwerbstätigen nach 1945. In ihm spiegeln sich auch die sozioökonomischen Veränderungen der letzten 60 Jahre wider. Aus Anlass der 60. Wiederkehr des Inkrafttretens des ASVG am 1. Jänner 1956 wird in dieser Arbeit das Werden des Gesetzes sowie seine Entwicklung anhand der wesentlichen Marksteine und Novellen, gegliedert nach den Bereichen Allgemeines, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung dargestellt und damit auch ein wesentlicher Teil der Geschichte der Sozialversicherung der Zweiten Republik nachgezeichnet.

"... aus Almosenempfängern anspruchsberechtigte Bürger zu machen."

Sozialminister Anton Proksch und die österreichische Sozialversicherung

Von 1956 bis 1966 war Anton Proksch Sozialminister. Er war gewissermaßen der Sozialminister der "Nach-ASVG-Ära". Die großen Themen seiner Ministerschaft auf dem Gebiet der Sozialversicherung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Stammgesetz: die Aufwertung der sogenannten Altrenten bis zur Schaffung des Pensionsanpassungsgesetz 1965, die Einbeziehung der Bauern und Gewerbetreibenden in die Pensions- und Krankenversicherung oder das Problem der Finanzierung der Krankenkassen. Dieses Buch beleuchtet anhand der zentralen Themen die Rolle des Gewerkschafters und Sozialministers Anton Proksch für die österreichische Sozialversicherung von 1945 bis zum Ende der Großen Koalition 1966.

Der Sozialpolitiker Karl Maisel

Als Sozialdemokrat und Gewerkschafter, als Regierungsmitglied und schließlich als Präsident der Arbeiterkammer steht Karl Maisel für die Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik. Er prägte ein wichtiges, einfür die Anfänge der Zweiten Republik entscheidendes Politikfeld: die Sozialpolitik. Er war der Minister des ASVG. In seiner Amtszeit einigten sich die Sozialpartner auf die gesetzliche Grundlage des sich entwickelnden Sozial- und Wohlfahrtsstaates.

 

Johann Böhm in der österreichischen Sozialversicherung

Johann Böhm war eine Schlüsselfigur der österreichischen Politik: In der Kaiserzeit und in der Ersten Republik, in der autoritären und in der totalitären Diktatur hat er, in verschiedener Weise engagiert, politische Zeitgeschichte erfahren. In der Zweiten Republik hat er schließlich in prominenter Rolle politische Zeitgeschichte gemacht.

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