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Der Fachverlag

Studien und Berichte

In der Reihe Studien und Berichte werden konkrete Anliegen der ArbeitnehmerInnenvertretung publiziert.

Bücher der Reihe Studien und Berichte

Entsendungen

Arbeitsrechtliche Darstellung von Entsendungen nach Österreich mit Schwerpunkt Bauwirtschaft

Dieses Handbuch stellt die arbeitsrechtlichen Ansprüche bei Entsendungen nach Österreich dar. Nach einem kurzen Einblick über das Wesen des europäischen Rechts und einer Darstellung der vier Grundfreiheiten wird auf die Systematik bei Entsendungen und den ständigen Konflikt zwischen der Dienstleistungsfreiheit des Arbeitgebers auf der einen und der arbeitsrechtlichen Ansprüche des Arbeitnehmers durch die Entsende-RL auf der anderen Seite eingegangen. Danach wird auf die maßgebliche EU-Judikatur, die Leitentscheidung Sähköälojen und die Auswirkungen auf das österreichische Arbeitsrecht eingegangen. Am Ende werden spezifische Fragen der Haftung nach LSD-BG, des BUAG und der Rechtsdurchsetzung behandelt.

Lohnpolitik in Österreich

Zur Relevanz der produktivitätsorientierten und solidarischen Lohnpolitik

Diese Arbeit hat die österreichische Lohnpolitik zum Gegenstand. Der Autor untersucht, inwieweit die produktivitätsorientierte und solidarische Lohnpolitik noch von Relevanz ist. Diese postuliert, dass, wenn die Löhne mit der Inflation und der gesamtwirtschaftlichen Produktivität erhöht werden, Verteilungsneutralität zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen herrscht. Die Arbeit zeigt das Gegenteil. Seit 1975 haben die ArbeitnehmerInnen in Österreich kumuliert um mehr als 15 Prozent weniger erhalten, die Lohnquote ist seit 1975 um mehr als 16 Prozentpunkte gefallen, d.h. KapitalsvermögensbesitzerInnen haben diese Einkommen in Form einer höheren Gewinnquote erhalten. Die solidarische Lohnpolitik, also Lohnerhöhungen im gleichen Ausmaß über alle Branchen hinweg - eine zentrale Forderung des ÖGB -, wurde ebenfalls nicht erreicht. Zum einen stieg die Spanne zwischen den absoluten Löhnen wie z.B. zwischen Beamte und ArbeiterInnen auf 280 Prozent. Zum anderen erzielten die höchsten kollektivvertraglichen Lohnerhöhungen die ArbeiterInnen, gefolgt von den Angestellten und den öffentlich Bediensteten.

Finanz und Wirtschaftswissen der Kärtner Erwerbsbevölkerung

Autoren: Klinglmair Robert, Kandutsch Florian
Hrsg.: AK Kärnten

Die neue ArbeiterInnenklasse

Menschen in prekären Verhältnissen

Die Arbeitswelt wird zunehmend durch Angst und Unsicherheit geprägt. Mehr als zehn Prozent der Beschäftigten befürchten, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Befristete Arbeitsverhältnisse und atypische Beschäftigung nehmen zu. Frauen sind davon noch stärker betroffen als Männer. Das durch die ArbeiterInnenbewegung hart erkämpfte Normalarbeitsverhältnis droht zu verschwinden.

Dieses Buch liefert nicht nur einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von prekärer Beschäftigung in Europa seit den frühen 1980er-Jahren. Auch betroffene ArbeitnehmerInnen kommen darin zu Wort. Sie berichten von ihrem Leben und Leid mit miesen Jobs und prekären Arbeitsbedingungen. Mit ihrer Hilfe und durch sie zeigt die Autorin einfühlsam auf, was Hungerlöhne, fehlender rechtlicher Schutz und mangelnde soziale Absicherung für die Betroffenen und ihre Angehörigen tagtäglich bedeuten.

Nicht zuletzt macht das Werk eindrucksvoll deutlich, dass für Arbeitende kein Weg daran vorbeiführt, sich selbst als Kollektiv zu begreifen. Denn sie bilden unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer Hautfarbe und ihrem Alter eine Gemeinschaft, die mit den gleichen Problemen kämpft. Solidarisches Handeln stellt für lohnabhängige Menschen die einzige Möglichkeit zum Machtausgleich dar. Dieser ist nötig, um ein selbstbestimmtes, sicheres und chancengerechtes Leben für alle durchzusetzen.

Working Pur

Working pur

Reportagen aus der Arbeitswelt

Mauch Uwe, Freitag Wolfgang, Zauner Franz

Arbeiten 4.0. Viel wird derzeit über die rasanten Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt diskutiert. Der Druck auf jene, die (noch) beschäftigt sind, steigt in nahezu allen Branchen. Jahrhundertealte Berufsbilder lösen sich auf, Menschen werden durch Maschinen ersetzt,die Dividende ist oft die einzige Richtschnur, diktiert auch das Arbeitstempo.

Die drei Journalisten Uwe Mauch, Wolfgang Freitag und Franz Zauner haben sich von ihren Schreibtischen entfernt, um sich in der modernen Arbeitswelt umzusehen. Sie haben 16 Menschen in 16 unterschiedlichen Branchen an deren Arbeitsplätzen aufgesucht. In klassischer Reportermanier beschreibt das Autorentrio die konkret geleistete Arbeit, aber auch konkrete Hoffnungen und Sorgen, die damit verbunden sind.

Das Spektrum ihrer Working Heroes reicht vom 24-Stunden-Betreuer aus der Slowakei bis zum Personalchef einer Wiener Großbank, der die Liquidation des kaputt gewirtschafteten Unternehmens bis zum Ende vollziehen muss, vom nicht zur Ruhe kommenden Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice bis zum völlig überforderten Polier auf einer Baustelle mit ersten Burn-out-Symptomen. Jede der 16 Reportagen wird durch eine Expertise ergänzt. Brancheninsider beschreiben den Status Quo in den einzelnen Berufsfeldern, fokussieren auf die Problemzonen und lassen dabei den menschlichen Faktor nicht außer Acht.

Das Buch ist ein Muss für alle, die jenseits von Gesetzestexten, abstrakten theoretischen Abhandlungen und politischer Rhetorik informiert sein möchten.

Die Europäische Bürgerinitiative am Fallbeispiel von „right2water“

Ein neues Werkzeug

Autor: Jakob Luger

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gibt UnionsbürgerInnen erstmals die Chance, ihr spezifisches politisches Anliegen auf die formale Agenda der Europäischen Union zu setzen. 2012 hat der Europäische Gewerkschaftsbund für den Öffentlichen Dienst (EGÖD) in einem gemeinsamen Bündnis mit anderen Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen die EBI "right2water" lanciert. Dabei ging es darum, das Menschenrecht auf Wasser auf europäischer Ebene zu verankern. Welches Partizipationspotenzial hat die Europäische Bürgerinitiative, und inwiefern wurden diesbezügliche Teilhabechancen bei "rigth2water" genützt? Wie kann dieses neue demokratiepolitische Werkzeug namens "Europäische Bürgerinitiative" weiterentwickelt werden? Diese Fragen werden im Buch mit Hilfe eines qualitativen Forschungsansatzes beantwortet.

Experimentelle Arbeitsmarktpolitik

Bilanz und Perspektiven

Von 1956 bis 1966 war Anton Proksch Sozialminister. Er war gewissermaßen der Sozialminister der "Nach-ASVG-Ära". Die großen Themen seiner Ministerschaft auf dem Gebiet der Sozialversicherung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Stammgesetz: die Aufwertung der sogenannten Altrenten bis zur Schaffung des Pensionsanpassungsgesetz 1965, die Einbeziehung der Bauern und Gewerbetreibenden in die Pensions- und Krankenversicherung oder das Problem der Finanzierung der Krankenkassen. Dieses Buch beleuchtet anhand der zentralen Themen die Rolle des Gewerkschafters und Sozialministers Anton Proksch für die österreichische Sozialversicherung von 1945 bis zum Ende der Großen Koalition 1966.

Die Krise verstehen und politisch handeln

Obwohl hier von der Krise im Singular die Rede ist, ist doch klar, dass wir es nicht nur mit einer Krise, einer Krise der Ökonomie zu tun haben. Viele sprechen von einer multiplen oder einer Vielfachkrise, die auch die Bereiche der Reproduktion, der Ökologie, der Demokratie, der Bildung, der Geschlechter- oder der Generationenverhältnisse erfasst. Das gegenwärtige Krisenmanagement durch Staat und Markt zielt aber an diesen Dimensionen vorbei und gerät in Kritik, weil dieselben Strategien - zum Teil noch verschärft - wie vor der Krise von 2008 verfolgt werden.

Der Jahresabschluss im Wandel

Herausforderungen der Bilanzierung aus Sicht relevanter Stakeholder

Heinz Leitsmüller, Alice Niklas

Im vorliegenden Buch diskutieren ExpertInnen aus Wissenschaft, Finanzmarktaufsicht, Wirtschaftsprüfung, Gläubigerschutzverbänden, Gewerkschaft und Arbeiterkammer den Wandel im Rechnungswesen sowohl aus nationaler wie auch internationaler Sicht. Die kritische Auseinandersetzung verfolgt nicht zuletzt das Ziel, Anforderungen an die Weiterentwicklung aus Sicht der Stakeholder zu entwerfen.

Systemfehler

Spaltungsrhetorik als Entpolitisierung von Ungleichheit

Hrsg.: Alexandra Weiss

Schuldenkrise, die „Krise der Männlichkeit“ und der (vermeintliche) Aufstieg der Frauen, rassistische Diskurse zu Migration und Debatten über „Sozialmissbrauch“ – was haben diese Schlagwörter miteinander zu tun? Mit ihnen werden einzelne Krisen beschworen und beklagt. Sie verdecken aber die Probleme des politischen Systems, der Wirtschaft und der Arbeitsorganisation.

Selbstverwaltung

Gestaltungsfaktor für ein demokratisches und soziales Gemeinwesen

Hrsg.: Sepp Wall-Strasser
Gerhard Gstöttner-Hofer, Manuela Hotz, Gerald Lorenz, Heinz Füreder

Um sich dem Thema Selbstverwaltung speziell in den Arbeiterkammern und in den Sozialversicherungen fundiert anzunähern, bietet diese Publikation mehrere inhaltliche Blickwinkel auf dieses demokratiepolitisch interessante Merkmal im staatlichen Gefüge Österreichs. Mehrere Beiträge beleuchten die historischen Hintergründe und Entwicklungen, die zum heutigen Selbstverwaltungssystem geführt haben. Politikwissenschaftliche, rechtsphilosophische und verfassungsrechtliche Analysen beschreiben, welche Bedeutung die Selbstverwaltung heute im politischen und rechtlichen System Österreichs einnimmt.

Bürgernaher aktiver Staat

Public Management und Governance

Helfried Bauer, Elisabeth Dearing

In diesem Buch werden Begriffe und zentrale Konzepte einer zeitgemäßen Planung und Steuerung der öffentlichen Aufgabenerfüllung erklärt. Betont wird, dass öffentliches Management anderen Zielen verpflichtet ist als privates Wirtschaften. Ein zentraler Punkt von Public Governance ist der Wertebezug. Die generellen Menschenrechte, beispielsweise auch Gerechtigkeit, Transparenz oder Bürgerbeteiligung, wären zu stärken, um Demokratiequalität zu erhalten.

Weiblicher Eigensinn und Gesellschaftspolitik

In diesem Sammelband werden frauenpolitischen Themen im Zusammenhang mit gesellschaftspolitischem Wandel und politischen Weichenstellungen diskutiert. Die Themen reichen vom Umbruch der Arbeitsgesellschaft, den Auswirkungen der Krise, der Widersprüchlichkeit von Geschlechterpolitik, einer kritischen Bilanzierung von Gender Mainstreaming, Care Ökonomie, den gesellschaftlichen Bedingungen für Solidarität, prekären Verhältnissen, pragmatischen Utopien, geschlechtergerechtem Wirtschaften bis hin zur Frage nach einem neuem Feminismus.

Arm trotz Erwerbstätigkeit

Working poor in Österreich

Hrsg.: Clemens Sedmak
Walter J. Pfeil

Die Zahl der Personen, die trotz Erwerbstätigkeit arm oder armutsgefährdet
sind, ist in den letzten Jahren europaweit gestiegen. Auch in Österreich sind mehr als eine Viertel Million Menschen von dieser Entwicklung betroffen. Das Buch analysiert die Ursachen und diskutiert Strategien und Handlungsoptionen aus sozialwissenschaftlicher, ökonomischer, juristischer und ethischer Perspektive.

Von der Forschung zur Aktion

Theorie und Praxis eines innovativen Bildungsmodells

Hrsg.: Josef Gunz

Der Reader arbeitet die Existenz des Projektstudiums in Linz, in Kooperation mit der Universität Straßburg, auf. In Teil I nehmen die koordinierenden Personen Stellung zu ihren Erfahrungen und Eindrücken mit diesem Bildungsmodell. Teil II beinhaltet einen Erfahrungsbericht des Herausgebers. Der Teil III ist den Rückblicken von Absolventen und Absolventinnen des Studiums gewidmet. Und im Anhang sind alle Diplomarbeiten (1989 bis 2008) aufgelistet.

Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens aus österreichischer Sicht

Das Buch ist eine erweiterte Version der Dissertation des Verfassers. Mit Hilfe des most similar systems designs wird die Sozialpolitik Australiens und Kanadas untersucht. Der Autor geht der Frage nach, wieso zwei Länder, die so große Gemeinsamkeiten auf der formalpolitischen Ebene haben, zu so recht unterschiedlichen Outputs und Outcomes in der Sozialpolitik tendieren. Abschließend wird der Frage nachgegangen, welche Erkenntnisse sich aus dieser Darstellung für die österreichische politische Praxis ablesen lassen.

Gender Mainstreaming und Organisationsentwicklung

Meilensteine und Stolperfallen. Tipps für AnwenderInnen

Doris Löffler

Dieses Handbuch für AnwenderInnen bietet nicht nur einen theoretischen Überblick zum Thema Gender Mainstreaming und Organisationsentwicklung, sondern liefert an Hand von best-practice-Beispielen einen umfassenden Leitfaden für alle, die betrieblich mit Gender Mainstreaming befasst sind. Förderliche und hinderliche Aspekte bei der Implementierung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in Organisationen werden an Hand der Erfahrungen aus drei groß aufgesetzten Prozessen (AMS Österreich, OÖ Gebietskrankenkasse, Gewerkschaft ver.di Deutschland) von der Autorin aufgespürt und analysiert.

Betriebsrätinnen und Betriebsräte bei Veränderungen begleiten

Möglichkeiten und Grenzen von Supervision

Doris Formann

Nach einem historischen Überblick über die Entwicklung der ArbeitnehmerInneninteressenvertretungen wird der Bereich von „Supervision als Beratungsformat“ beleuchtet, ehe schließlich beide Forschungsfelder (Supervision und betriebliche Interessenvertretung) miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Entschädigung für Betroffene des Menschenhandels in Österreich

Die vorliegende Studie „Entschädigungsmöglichkeiten für Betroffene des Menschenhandels in Österreich“ bietet einen umfassenden Überblick über die Schadenersatzansprüche im Straf- und Zivilrecht und zeigt Möglichkeiten des Arbeitsrechts sowie des Verbrechensopfergesetzes auf. Dieser Darstellung der juristischen Theorie wird die Umsetzung der Entschädigungsmöglichkeiten in der Praxis anhand von Fallanalysen gegenüber gestellt.

Betriebsratsrealitäten

Betriebliche Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften und BetriebsrätInnen im Kontext der Globalisierung

Mario Becksteiner, Elisabeth Steinklammer, Florian Reiter

Herausforderungen, denen sie sich täglich im Betrieb stellen, im Zentrum einer qualitativen Untersuchung. Ausgehend von den unterschiedlichen Machtpotentialen von Gewerkschaften und Betriebsräten wird, basierend auf problemzentrierten Interviews mit Betriebsratsmitgliedern im Lebensmitteleinzelhandel und Gewerkschaftssekretärinnen/-sekretären in der GPA-djp, eine Verortung von Gewerkschaft und Betriebsräten in den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen vorgenommen.

In der Mitte der Gesellschaft

Zur sozialen Lage und Armutsgefährdung von niedrigverdienenden Beschäftigten im Bundesland Salzburg

Birgit Buchinger

Armutsgefährdung findet nicht mehr nur am Rande der Gesellschaft statt – sie ist mitten drinnen. Das zeigt diese Studie, die im Auftrag der AK Salzburg erstellt wurde. Das Ergebnis ist bestürzend. Nicht nur ungeschützte Arbeitsverhältnisse, sondern auch viele normale Arbeitsverhältnisse bringen den Beschäftigten nur Einkommen im Niedriglohnbereich.

Arbeiten im Callcenter

Service um jeden Preis? Erfahrungsberichte und Organisationsmöglichkeiten

Hrsg.: Ursula Holtgrewe
Sandra Stern, Annika Schönauer

Callcenter haben sich in vielen Branchen als Form der Kundenbetreuung verbreitet. In der Regel lagern Unternehmen diesen Arbeitsbereich an externe Callcenter aus. Für Auftraggeber und Callcenterbetreiber rechnet sich das. Für jene, die im Callcenter arbeiten, meistens jedoch nicht. Die Arbeitsbedingungen in vielen Callcentern sind weit vom modernen Image entfernt, das die Branche öffentlich propagiert.

Mobbing

Mobbing, Belästigung und andere unerwünschte Verhaltensweisen am Arbeitsplatz. Arbeits- und schadenersatzrechtliche Aspekte.

Thomas Majoros

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein in der öffentlichen Diskussion häufig behandeltes Thema, das mit einiger Verspätung auch im Arbeitsrecht angekommen ist. Es handelt sich dabei um einen nicht in erster Linie von der Rechtsordnung, sondern den Sozialwissenschaften geprägten Begriff. Obwohl Vieles bei dieser Diskussion missverstanden wird (nicht jeder Konflikt am Arbeitsplatz ist Mobbing) und dieser Begriff teilweise inflationär verwendet wird, handelt es sich hierbei um ein Problem, das nicht unterschätzt werden darf.

Wohlfahrtsstaat Österreich

Grundsicherung für alle?

Friedrich Geber

Die gegenwärtige Entwicklung von Armut erfordert nicht in erster Linie Debatten über soziale Treffsicherheit und Sozialschmarotzertum, sondern vielmehr über Maßnahmen zur Armutsvermeidung. Die Arbeit untersucht Grundsicherungsarten und Grundeinkommen.

Zwischen Wischmopp und Laptop

Schöne, neue und flexible Arbeitswelt - damit wird Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern seit Jahren Freiheit und Selbstbestimmung (und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben/Familie) versprochen. Die Realität sieht anders aus: Zum überwiegenden Teil sind es Frauen, die in neuen und atypischen Arbeitsverhältnissen mit geringfügiger Beschäftigung, unplanbaren Arbeitszeiten, schein-selbständig, mit freiem Dienstvertrag und ohne ausreichende soziale Absicherung wie bezahlter Krankenstand, Urlaubsanspruch, Kündigungsschutz beschäftigt werden.

Gewinnbeteiligung - Mitarbeiterbeteiligung

Zwischen Mythos und Realität

Hrsg.: Heinz Leitsmüller

Die Grenzen zwischen Chancen und Risken sind schwimmend - die Beiträge des vorliegenden Bandes behandeln daher Gewinnbeteiligung und Mitarbeiterbeteiligung aus verteilungspolitischer, steuerlicher, gesellschaftsrechtlicher, betriebswirtschaftlicher, gewerkschaftlicher und arbeitspsychologischer Sicht, fünf Modelle aus der Praxis werden vorgestellt.

Tatort Sozialstaat

Angriffe auf das Netz der Generationen

Hrsg.: Sepp Wall-Strasser, Heinz Füreder, Gerhard Gstöttner-Hofer, Gerald Lorenz

Die Gewinne der Konzerne sowie an den Börsen steigen, gleichzeitig werden ganze Belegschaften "freigesetzt", kleine Unternehmer und atypisch Beschäftigte sind zu permanenter Selbstausbeutung und Leistungsbereitschaft gezwungen, ohne jemals einen sozial abgesicherten Status zu erreichen. Auch in den Industrieländern öffnet sich seit einigen Jahren die Schere zwischen Arm und Reich weiter.

Feiertagsarbeit im internationalen Vergleich

Anzahl der Feiertage, historischer und rechtspolitischer Hintergrund, Abgeltung der Feiertagsarbeit werden ebenso diskutiert wie Ausnahmen von der Feiertagsruhe und aktuelle Tendenzen. In den großteils aus dem Wissenschaftsbereich stammenden Beiträgen wird unter anderen die Situation in den USA, Frankreich, Griechenland, Polen, Türkei, Marokko ... betrachtet.

Soziale Gerechtigkeit

Eine begriffshistorische Analyse

Christina Hakel

"Soziale Gerechtigkeit" ist ein allseits beliebter Begriff, dessen Entstehungsgeschichte und Verwendung in den letzten 160 Jahren in dieser Arbeit aufgezeigt wird. Soziale Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass dem Staat die alleinige Verantwortung für das Gemeinwohl zugeschoben wird und ebenso wenig, dass alle gesellschaftlichen Gruppierungen einseitig vom Staat Vergünstigungen möglichst ohne Gegenleistung erwarten. Eine Gesellschaft ist erst dann sozial, wenn alle Menschen Teil der Gesellschaft sind, wenn die Reichen sich nicht drücken und es den Armen möglich ist, sich zu beteiligen.

Trotz Gegenwind

Analysen und Perspektiven für eine resozialisierte Arbeitswelt von morgen

Hrsg.: Heinz Füreder, Erwin Kaiser, Ingeborg Pflügl, Roland Widowitsch

Wie wurde der Neoliberalismus zur derzeit herrschenden Ideologie, wie kann der globalisierte Kapitalismus in menschenfreundliche Bahnen gelenkt werden? Ist der Sozialstaat tatsächlich nicht mehr finanzierbar und die öffentliche Verwaltung teurer als privatwirtschaftliche, gewinnorientierte Unternehmen?

Kampagnen als Erweiterung des gewerkschaftlichen Strategierepertoires in Österreich

Ursachen - Erfahrungen - Erkenntnisse

Gerhard Gstöttner-Hofer

Das Buch bietet einen Überblick über jene Veränderungsprozesse, die den Ursachenrahmen für diesen Strategiewandel abstecken. Der Autor definiert den Kampagnenbegriff und bietet eine ausführliche Darstellung und Analyse unterschiedlicher gewerkschaftlicher Kampagnenbeispiele. Dabei kommen sowohl Kampagnen der überbetrieblichen Ebene als auch solche zur Sprache, deren Auslöser betriebliche Konflikte waren.

Märkte brauchen Regeln

Strategien für ein solidarisches Wirtschaften

Sepp Wall-Strasser, Lucia Bauer

Das anonyme Netzwerk der Spekulanten richtet schwere Schäden an: Arbeitsplätze, eine intakte Umwelt, ganze Volkswirtschaften verschwinden im spekulativen Sog. Von dieser Entwicklung sind alle betroffen, die primär vom Ertrag ihrer Arbeit leben und nicht von Zinsen - der weitaus größte Teil der Bevölkerung. Dieses Buch leistet Hilfestellung bei der sachlichen Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus.

Du voest mir

Texte /Bilder /Fakten. Das Buch wider das Vergessen zur Voest-Privatisierung

Konzernbetriebsrat der Voest Alpine AG

Ein Bilder-Lesebuch, das die Ereignisse rund um die Totalprivatisierung der voestalpine AG im Jahr 2003 aus der Sicht der Betroffenen schildert. Betriebsräte und MitarbeiterInnen, die an den Aktionen teilnahmen, kommen ausführlich zu Wort. Breiter Raum ist dem Modell der Mitarbeiterbeteiligung gewidmet. Das Buch bewahrt die Erinnerung an ein Kapitel österreichischer Industriegeschichte der etwas anderen Art.

Streiknachlese

Geschichten vom Widerstand in Oberösterreich

Erich Gumplmaier, Carmen Janko

Ausgangspunkt ist das Jahr 2003 mit Streiks in Österreich gegen die Pensionsreform, Streik der Eisenbahner, der Postbediensteten... Damit nicht nur jene in der Öffentlichkeit wahrgenommenen Auseinandersetzungen auf höchster Ebene in den Archiven der Nachwelt erhalten bleiben, dazu dient diese Dokumentation des Widerstandes vor Ort. Das Festhalten der Erinnerung an jene Stunden der Sorgen, der Angst, der riesigen Anspannung.

Zukunftsmodell Betriebsrat

Balanceakt zwischen betrieblichen Interessen und gewerkschaftspolitischer Verantwortung

Roland Widowitsch, Heinz Füreder, Gerhard Gstöttner-Hofer, Sepp Wall-Strasser

Betriebliche Organisationsformen ändern sich und mit ihnen die Rolle und Funktion, die Betriebsräte in diesem Umfeld einnehmen. Änderungen sind immer verbunden mit Unsicherheit, und so schwankt die Einschätzung der Entwicklung der Betriebsratsfunktion zwischen Rollenverlust und Bedeutungsgewinn.

Aus dem sozialpädagogischen Berufsalltag

Erziehung ohne Netz und Peitsche

Konrad Hofer

Diese Studie über den Arbeitsalltag sozialpädagogischer Betreuungspersonen schildert die Erlebnisse mit Kindern und Jugendlichen, die es der Umwelt oft nicht leicht machen, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Der Umgang mit den Heranwachsenden fordert von den Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen Einfühlungsvermögen, die Fähigkeit, raschen Zugang zu den Klienten zu finden, Flexibilität in unerwarteten Situationen, die Bereitschaft, auch ohne Blick auf die Uhr zu arbeiten, Frustrationstoleranz, denn unmittelbare Erfolge bleiben oft aus, und die Fähigkeit, sich abgrenzen zu können.

Der Fall Semperit

Ohne jede Chance

Alfred Artmäuer, Manfred Bauer

Nebst einer kurzen Unternehmensgeschichte, die weiter zurück reicht, konzentriert sich das Buch auf die Ereignisse rund um den Verkauf des Werkes an den Conti-Konzern und die folgende Entwicklung. Die sukzessive Auflassung des Standortes, die Betriebsratspolitik der letzten Jahre, Rettungsinitiativen und Alternativprojekte sowie die Rolle der Politik sind zentrales Thema.

Unternehmensreorganisation und Arbeitnehmerinteressenvertretung

Das Buch gibt an Hand von Fallbeispielen Einsicht, wie Unternehmensreorganisation passiert, welche Rolle Berater dabei spielen, in welchem Spannungsfeld sich Belegschaftsvertreter befinden und welche Veränderungen Beschäftigte in Kauf nehmen (müssen). Daran anschließend werden die ideologischen Grundlagen des Beratungsverständnisses offen gelegt. Es folgt eine theoretische, jedoch um Anschaulichkeit bemühte Entwicklung alternativer Organisationsmodelle, an die konkrete strategische Entwürfe anschließen.

Arbeitsbedingungen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern

Helfen wollen und die Welt verändern

Konrad Hofer

Der bekannte Soziologe verbrachte viele Stunden mit Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen an ihren Arbeitsplätzen, führte Gespräche und schaute ihnen während ihrer Arbeit über die Schulter. Das Ergebnis sind Analysen betrieblich-organisatorischer Rahmenbedingungen, die einer professionellen Sozialarbeit hinderlich bzw. förderlich sind. Die Studie vermittelt Einblick in die Arbeitswelt und die Arbeitsbedingungen dieser Berufsgruppe und konfronitert uns mit sozialen Konflikten, an deren Lösung eine professionelle Sozialarbeit großen Anteil hat.

Mobilisierung und Kampagnenfähigkeit

Impulse für die gewerkschaftliche Interessendurchsetzung

Gerhard Gstöttner-Hofer, Wolfgang Greif, Erwin Kaiser, Petra Deutschbauer

Offensiv (interessen-)politische Ziele in die öffentliche Diskussion einzubringen, zu besetzen und auch umzusetzen, erfordert strategische Planung, professionelle Bündnisarbeit, pointierte und kantige Kampagnenarbeit. Dieses Thema wird aus unterschiedlichen Perspektiven und vor dem Hintergrund internationaler Beispiele (USA, Deutschland, Österreich) beleuchtet.

Der geliehene Erfolg

Leiharbeit aus wirtschaftlicher und sozialpolitischer Sicht

Wolfgang Springer

Das Buch beschäftigt sich - jenseits von öffentlichkeitswirksamen Schlagworten und Arbeitgeberideologie - mit der grundsätzlichen Frage nach dem MUSS von Leiharbeit. Ferner werden die Folgen der Leiharbeit für diese Berufsgruppe selbst, für die Stammbelegschaft, für den Betriebsrat, für die Gewerkschaften, für das Management und für die Gesellschaft analysiert.

Eine schlagkräftige Bewegung bilden

Impulse zur gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung

Erwin Kaiser

Gewerkschaftliche Bildungs- und Kulturarbeit ist mit hehren Zielsetzungen zur Arbeitswelt und Gesellschaftsveränderung verbunden. Diese beinhalten Leitbegriffe wie Emanzipation, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Beteiligung etc. Wie aber sieht der Bildungsalltag aus?

Auf zu neuen Ufern

Gewerkschaftliche Organisierungsmodelle in Österreich und Europa

Hrsg.: Erwin Kaiser, Andreas Berndt, Heinz Füreder, Wolfgang Greif

Einflussnahme auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen - das war von jeher das Ziel der Gewerkschaften. Und diese Einflussnahme hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, sich zu organisieren. Viele Mitglieder in vielen verschiedenen Bereichen stärken die Schlagkraft. Überlebenswichtig ist es jetzt für die Arbeitnehmervertretungen, den Anschluss nicht zu verpassen: Neue Branchen und neue Beschäftigtengruppen stellen eine große Herausforderung dar.

Alternativen zum Neoliberalismus

Nach den Finanzkrisen in Asien, Russland und Brasilien werden vielerorts Stimmen laut, die Alternativen zur dominanten Wirtschaftsdoktrin Neoliberalismus fordern. Politiker, Wirtschaftswissenschaftler und Gewerkschaften entwickeln Konzepte und soziale Alternativen zur Überwindung der marktradikalen Wirtschaftsentwicklung und für Wege aus der "Globalisierungsfalle". Der Band ist eine überarbeitete Zusammenfassung der Diskussionen und Beiträge zum dritten Franz-Senghofer-Symposium, das am 14./15. September 1998 im Karl-Weigl-Bildungshaus der AK Wien stattgefunden hat.

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