Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Der Fachverlag

Scharf Robert

Robert Scharf war bis November 2019 bei OGM als Projektmitarbeiter für sozioökonomische Analysen und quantitative Studien tätig. Davor forschte er u. a. in den Bereichen Einkommens- und Vermögensverteilung sowie im Bereich Arbeitsmarkt. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien mit mathematischem und statistischem Schwerpunkt. Derzeit absolviert er ein noch laufendes Masterstudium in Data Science an der Fachhochschule Wiener Neustadt.

Bücher des Autors

Studie zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bei NutzerInnen von Pflegekarenz/Pflegeteilzeit

Integrierte Evaluierung durch Registerforschung und Befragung von NutzerInnen

Seit 2014 besteht in Österreich die Möglichkeit, zur Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit in Anspruch zu nehmen. Zwei Drittel der jährlich 1.400 NutzerInnen sind Frauen, das mittlere Alter beträgt 50 Jahre. Pflegekarenz wird verstärkt im ländlichen Raum in Anspruch genommen. NutzerInnen präferieren die Pflegekarenz gegenüber der Pflegeteilzeit und nehmen zumeist die maximal möglichen drei Monate in Anspruch. Der häufigste Fall ist, dass sich bei dem/der Angehörigen, der/die schon länger pflegebedürftig ist, der Pflegebedarf erhöht. Betroffene nutzen sehr unterschiedliche Informationsquellen über die Pflegekarenz, alternative Lösungen sind nur teilweise bekannt. Etwa 20 % der NutzerInnen sind im Jahr vor der Pflegekarenz dauerhaft beschäftigt, etwa 40 % langfristig und etwa 30 % kurzfristig beim AMS vorgemerkt. Die Beschäftigungsquote nimmt vor der Pflegekarenz steil ab und steigt danach wieder allmählich an, wobei die spezielle demografische Struktur der NutzerInnen bedacht werden muss.

Von zehn NutzerInnen geben acht an, dass sie das Pflegeziel erreichen konnten, und neun würden wieder in Pflegekarenz gehen. Verbesserungsbedarf wird vor allem bei der zeitlichen Beschränkung der Pflegekarenz auf maximal drei Monate geortet. Informationsmaterial sollte verstärkt etwa bei ÄrztInnen und beim Sozialministeriumservice und idealerweise in Printform zur Verfügung gestellt werden.

Weiterempfehlen